Kulturheimat verschiedener Arbeitsgruppen

Pilzausstellung 2018 in Quedlinburg - mit Vorbehalt

Die Pilzausstellung 2018 der Fachgruppe Mykologie im Kultur- und Heimatverein Quedlinburg soll am 6. und 7. Oktober 2018 stattfinden.

Dabei gilt der Vorbehalt, dass ausreichende Niederschläge ein entsprechendes Pilzwachstum ermöglichen.

Ausstellungsort ist der Galerieraum des „Weißen Engel“ in der Langen Gasse 33 in Quedlinburg – direkt neben dem innerstädtischen Parkplatz in der Carl-Ritter- Straße. Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Die Bestimmung mitgebrachter unbekannter oder nicht sicher bestimmbarer Pilze durch die Pilzberater der Fachgruppe kann gern in Anspruch genommen werden.

Pilzausstellung

Große Pilzausstellung in Quedlinburg

Auch in diesem Jahr findet in Quedlinburg wieder eine Pilzausstellung statt. Vom 10. (Sonnabend) bis zum 11. Oktober 2015 (Sonntag) jeweils von 10 – 18 Uhr stellen die Mitglieder der FG Mykologie im Kultur- und Heimatverein Quedlinburg die Pilze vor, die aktuell in der Vorharzregion bzw. im Harz gefunden werden können. Die Ausstellung findet im historischen Gebäude „Weißer Engel“ (Lange Gasse 33) statt, welches sich in unmittelbarere Nähe zum zentralen Parkplatzes „Carl-Ritter-Platz“ befindet. In der Ausstellung werden in diesem Jahr rund 300 Pilzarten vorgestellt. Zu sehen ist unter anderem auch der extrem giftige „Grüne Knollenblätterpilz“ . Es ist ein Anliegen derFachgruppenmitglieder (die in verschiedenen Orten des Harzkreises ansässig sind), den interessierten Bürgern die   Vielgestaltigkeit der Pilzarten und deren Schönheit vorzustellen, aber auch über die Eigenschaften und Erkennungsmerkmale der Pilzarten aufzuklären. Im Vordergrund stehen dabei das sichere Erkennen wertvoller Speisepilze und die Vermeidung von Pilzvergiftungen. So wird z. B. auch der häufig vorkommende giftige Karbol - Egerling vorgestellt, der sehr leicht mit dem wertvollen Wiesen - Champignon oder dem Anis –Egerling verwechselt werden kann. Im Rahmen der Ausstellung wird auch über das Wirksamwerden der offiziellen Pilzberatung des Landkreises Harz informiert. Es besteht die Möglichkeit, während Pilzausstellung gefundene Pilze bestimmen zu lassen.

Bemerkenswerte Pilzfunde im Jahr 2012

Hier soll ein kurzer Überblick über bemerkenswerte Pilzfunde aus dem Jahr 2012 wiedergegeben werden. Alleine der Harzkreis ist äußerst artenreich. Sehr unterschiedliche Böden, Biotope und Waldtypen begünstigen dieses.

 

1. Lamprospora dictydiola

Funddaten: 20.01.2012 an einer alten Mauer bei Quedlinburg, das Begleitmoos ist Tortula muralis.
leg. Hartmut Schubert /det. Torsten Richter / Fotos: Hartmut Schubert

Dieser Moosbecherling ist deutschlandweit sehr selten. Für Sachsen Anhalt der zweite Nachweis.
Moosbecherlinge wachsen hauptsächlich in milden feuchten Wintermonaten. Diese Winzlinge zu suchen und zu finden ist eine wahre Herausforderung. Die einzelnen Arten sind streng an Wirtsmoosen gebunden und sehen makroskopisch alle sehr ähnlich aus, fast ausnahmslos von oranger Farbe und im Durchmesser maximal 3mm groß. Zu finden auf kurzen Moosen, Friedhöfe, alte Mauerreste ect.

Weiterlesen ...

Bemerkenswerte Pilzfunde im Jahr 2011

Bemerkenswerte Pilzfunde im Jahr 2011

Hier soll ein kurzer Überblick über bemerkenswerte Pilzfunde aus dem Jahr 2011 wiedergegeben werden. Alleine der Harzkreis ist äußerst artenreich. Sehr unterschiedliche Böden, Biotope und Waldtypen begünstigen dieses.

 

1. Östereichischer Prachtbecher (Sarcoscypha austriaca)

Funddaten: 12.03.2011 Bodeauwald zwischen Weddersleben und Quedlinburg unter
Weide, Robinie und Erle (Mischwald)
leg. / det. und Foto: Hartmut Schubert
die Pilzart ist deutschlandweit sehr selten, einziger Nachweis im Harzkreis

Weiterlesen ...

Pilzexkursion am 29.01.2011

Pilzexkursion Südseite Schusterberg & Steinberge MTB 4132/3


Bei schönem Winterwetter unternahmen einige Mitglieder der Fachgruppe eine Begutachtung der Südseiten dieser Höhenzüge. Leichter Neuschnee erschwerte die Pilzsuche. Es konnten einige gefrohrene Pilzarten gefunden werden. Besonders das Altholz der Haselbüsche lohnt zum Absuchen. Hier findet man verschiedene Schichtpilze, Pyrenomyzeten und Ascomyzeten. Einige Hutpilz konnten auch gefunden werden, so sind Lacktrichterling und Winter.Trompetenschnitzling zu nennen.

Teilender Weg: links die Steinberge ; recht der Schusterberg

 

Regine Wandelt, beim Begutachten der Haselsträucher

 

Encoelia furfuracea Knäueliger Haselbecher an altem Hasel

 

Winterlandschaft an den Steinbergen

 

Gebiet siehe hier:

http://naturgucker.de/?gebiet=-25784431

 

Zweitfund für Deutschland !

Tulostoma pulchellum - Schöner Stielbovist

Am 22. Januar 2011 konnte Hartmut Schubert auf dem Hammelsberg MTB 4132/2 eine auffällige Stielbovistart finden. Dabei handelt es sich um einen Bauchpilz (Gasteromycet)

Dank spezieller vorliegender Literatur und mikroskopischer Untersuchung kam ich zur sicheren Bestimmung von Tulostoma pulchellum. 2004 wurde der Pilz das erste mal in Deutschland überhaupt gefunden, danach nie wieder. Für Europa wäre das nach meinen Wissenstand die sechste Fundangabe.

 

Nach "Gasteromyceti epigei von SARASINI" wird das Vorkommen so beschrieben:

 

Habitat: an sonnigen und trockenen Plätzen, in den spärlichen Wald am Rande der Wege, auf Lichtungen, auch in Halbwüsten

 

Verbreitung: in fast allen Kontinente, hauptsächlich im nahen Osten und Südeuropa, aber wo die Art sehr selten ist. Die einzige Aufsammlung liegt im Herbarium SA-BI aus der Provinz Catavina vor.

 




Makroskopisch ist die Art anhand des weißlichen Aussehens anzusprechen. Der Stiel ist weißlich ohne bräunliche Schuppung und fein gerillt. Die Öffnung (Peristom) ist im weiteren Sinne fimbriat, aber nicht gewimpert, sondern fein gezähnt. Auch ist das Peristom nicht kurz zylindrisch ausgeprägt wie bei dem bei uns gut verbreiteten Tulostoma brumale. Der Kopteil ist scheifenförmig abgesetzt.

 

Mikroskopisch ist Tulostome pulchellum sicher anzusprechen an den typischen, kaum ornamierten, subglobosen bis stumpfeckigen Sporen. Keine weitere bisher in Europa gefundene Stielbovistart besitzt derartig markante Sporen.

Sporenaufnahme: 1000fach Olympus CX21; gestackt aus 6 Einzelbilder zum Erziehlen der Tiefenschärfe

Alle Fotos: Hartmut Schubert

 

Literatur:
Sarasini: Gasteromiceti Epigei AMB
Wright: Tulostoma Monography Bibl.Myc. 113, 1987



Seltene Pilze im Harzkreis: Geastrum corollinum

Geastrum corollinum - Zitzenerdstern

Hier handelt es sich um einen sehr seltenen Erdstern. Wir haben derzeit einen einzigen Standort südlich von Quedlinburg. Die Pilze wachsen auf einer Südseite unter Kiefer und Holunder auf tiefgründigen Kalksandstein.

 

Die Art ist makroskopisch gekennzeichnet durch sein voll hygrometrisches Verhalten, fimbriaten Peristoms und des schwach bis mäßig ausgeprägten Hofes. Ähnliche Erdsterne sind Geastrum hungaricum (hier noch nicht nachgewiesen) sowie Geastrum floriforme (Blumenerdstern)

 

Vermessung der Sporen

 

Mikroskopisch ist die Art gekennzeichnet durch die kleinen, aber stark ornamierten Sporen und die Stärke der Capillitiumfasern (bis max 9µm)

 

Hier noch eine bildhafte Erklärung des hygrometrischen Verhaltens:

 

bei Trockenheit schließen sich die Fruchtkörper vollständig (vollhygrometrisch), und wenn sie befeuchtet werden, öffnen sie sich.

 

Alle Fotos: Hartmut Schubert

Literatur:
Dörfelt: Die Erdsterne
Sarasini: Gasteromiceti epigei

Pilzwanderung am 23.09.2009

Von Siptenfelde nach Friedrichsbrunn benötigten die Pilzfreunde der Fachgruppe über 8 Stunden. Die Artenvielfalt war zwar wegen der anhaltenden Trockenheit nicht gegeben, doch wurden viele interessante Arten dokumentiert und fotografiert.

 

Der Ästige Stachelbart, hier im NSG Spaltenmoor am Todholz einer alten Buche

 

Das Rotfüßchen ist jung ein schmackhafter Speisepilz

 

Dieser auffällige Pilz wurde zuerst von Regine Wandelt entdeckt. Es wuchsen über 100 Fruchtkörper an einem alten umliegenden Rotbuchenstamm. Die mikroskopischen Untersuchungen ergaben, das es sich um den seltenen Orangebraunen Schnitzling (Flammulaster limulatus) handelt.

 

Der schwarzflockige Dachpilz, eine seltene Pilzart

 

und die Exkursionsteilnehmer