Kulturheimat verschiedener Arbeitsgruppen

Märzenbecherblüte im Amtmanntal

Naturschutzexkursion zur Märzenbecherblüte im Oberen Amtmanntal (Naturschutzgebiet Burgesroth-Bruchholz bei Ballenstedt)

Vom Ballenstedter Schloßpark zieht sich das Amtmanntal bis auf die das Selketal begleitenden Höhen hinauf. Im oberen Bereich umschließen zwei Quellbäche ein Traubeneichen-Hainbuchen-Waldgebiet mit eingestreuten Erlenbeständen (das Kleine Bruchholz). Hier sind markante Talwiesen bzw. große Waldwiesen zu finden. Dieses Gebiet beinhaltet viele Standorte des Märzenbechers – sowohl auf den Talwiesen, auf Quellwiesen als auch tief im Wald verborgen. Diese Standorte waren das Ziel einer Kurzexkursion der IG Ornithologie und Naturschutz Quedlinburg (17.3. 2019). An fast allen Standorten scheinen die Märzenbecherbestände einen Zuwachs an Individuen erfahren zu haben. Diese Beobachtung scheint generell für viele Märzenbechervorkommen zu gelten. Vielleicht gibt es einen Zusammenhang zwischen dem zunehmend milderen Winterverlauf und der Überlebensrate der Märzenbechersämlinge. Voraussetzung für eine positive Bestandesentwicklung ist eine gute Wiesenpflege. Bei Waldstandorten (Erleninseln) ist ausreichender Lichteinfall   die wichtigste Voraussetzung für die Sicherung der isolierten Einzelvorkommen. Gefährdet ist der Märzenbecherstandort an der Kuckhornwiese. Auch hier ist das Vorkommen an eine Erleninsel gebunden. Die letzten Stürme haben die umgebenden Altfichtenbestände verwüstet. Jetzt wird Platz gemacht für Neuaufforstungen. Dies kann die Standortbedingungen für das Märzenbechervorkommen verschlechtern.

Märzenbecherwiese im Oberen Amtmanntal

Märzenbecherstandort im Kleinen Bruchholz

Windbruch im Bereich der Kuckhornwiese

Märzenbecherstandort an der Kuckhornwiese

 

Flächenberäumung für Neuaufforstung

Naturschutz-Pflegeeinsatz

Naturschutz-Pflegeeinsatz in den Harslebener Bergen

Auch in diesem Jahr findet wieder ein Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet Harslebener Berge statt. Termin: Sonnabend, 30. 3. 2019, 8 Uhr, Treffpunkt im NSG am ehemaligen Wildacker an der Straße von Westerhausen nach Harsleben. Ende gegen 12 Uhr. Es geht wieder darum, die fortschreitende Verbuschung vor allem mit Weißdorn und Heckenrosen zurückzudrängen. Das diesjährige Einsatzgebiet sind die sogenannten Hinterberge, d. h. die Flächen in Richtung Thekenberge. Das Strauchwerk wird in erster Linie mit Freischneidern abgeschnitten. Das Schnittgut muss aus den Flächen herausgetragen werden. Leichte Harken sind dabei hilfreich. Wichtig sind in erster Linie feste Arbeitshandschuhe, geeignete Kleidung und stabile Schuhe. Die Naturschützer aus Halberstadt und aus Quedlinburg laden dazu alle Unterstützer ein. Für ein Frühstück wird gesorgt.

 

Naturschutzkonferenz 2019

Jahreshauptversammlung 2019 der Naturschutz- und Umweltverbände des Landkreises Harz

Gäste sind wie immer herzlich willkommen !

Tagungsort: Hörsaal C der Hochschule Harz in Wernigerode

Friedrichstraße 57 – 59 (L 100 von Wernigerode Richtung Elend/Schierke)

Termin: Sonnabend, den 23. 2. 2019, 9.00 Uhr

Vorgesehener Ablauf:

09:00 Uhr              Eröffnung durch Herrn Dr. Uwe Wegener

09:15 -10:15 Uhr: Jahresberichte der Verbände – Kurzbeiträge und Diskussion

10:15 -10:45 Uhr: Kaffeepause

10:45 -12:30 Uhr: Fortsetzung Jahresberichte – Kurzbeiträge und Diskussion

12:30 -13:30 Uhr: Mittagspause

13:30 -14:00 Uhr: Marc Kinkeldey: Das Jahr 2018 – Bilanz eines extremen Jahres aus der Brockensicht

14:00 -15:00 Uhr: Norbert Rußwurm: Botanische „Edelsteine“ in den Harslebener Bergen und im Steinholz und ihr Schutz

 

Die einladenden Natur- und Umweltschutzverbände:

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands e. V. (BUND)

Förderkreis für Vogelkunde und Naturschutz am Museum Heineanum e. V.

Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU)

Gesellschaft zur Förderung des Nationalparkes Harz e. V. (GFN)

Die Umweltverbände wünschen eine gute Anreise nach Wernigerode und einen guten Verlauf des Jahres 2019 !

Vortragsveranstaltungen 2019

Öffentliche Vortragsveranstaltungen der Interessengemeinschaft Ornithologie und Naturschutz im Kultur- und Heimatverein Quedlinburg e. V. im Jahr 2019 - alle auf einen Blick !

(Diese Veranstaltungen finden alle im Bildungshaus Quedlinburg der Kreisvolkshochschule Harz, Heiligegeiststraße 8, Raum Raum Einstein, statt. Sie beginnen jeweils 19 Uhr. Gäste sind dazu herzlich eingeladen und willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei.)

Mittwoch, 9. 1. 2019, 19 Uhr

Thema: Ackerwildkräuter im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz

Referent: Armin Hoch

Bunt blühende Felder mit Kornblumen, Rittersporn und Mohn sind eine Idealvorstellung geworden. Einst mit dem Ackerbau nach Mitteleuropa gelangt, sind die meisten Ackerwildpflanzen inzwischen in ihrer Existenz stark bedroht. Reste der ursprünglichen Ackerwildflora sind nur noch an wenigen Standorten z. B. an Ackerrändern im Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz zu finden. Diese stellt Armin Hoch (Hain) in Wort und Bild vor. Dabei wird der Zusammenhang zur Entwicklung des Ackerbaus in unserer Region verdeutlicht.

 

Mittwoch, 13. 2. 2019, 19 Uhr

Thema: Naturrefugium Selketal

Referent: Annette Westermann

Das Selketal ist ein weitgehend naturbelassenes Mittelgebirgstal. Es gehört zu den artenreichsten Gebieten Deutschlands. Durch seine einzigartige Geologie und Lage weist es viele verschiedenartige, hoch schützenswerte Biotoptypen mit einer reichen Pflanzen- und Tierwelt auf. Mit ihren Fotos gibt Annette Westermann (Ballenstedt) einen Einblick in die Schönheiten, Seltenheiten und Einmaligkeiten des unbedingt zu schützenden Selketals. "

 

 

Mittwoch, 13. 3. 2019, 19 Uhr

Thema: Die Fichte im Harz – Vergangenheit und Zukunft

Referent: Dr. Uwe Wegener

Die Wetterkapriolen der letzten Jahre haben der Baumart Fichte stark zugesetzt. Besonders das Jahr 2018 zeigte im Harz einen dramatischen Verlauf, der sich 2019 fortsetzen wird. Uwe Wegener (Halberstadt) stellt die Daten eines Langzeitversuches zur Dynamik des Bestandes der Brockenfichten vor. Mögliche Parallelen zu der Entwicklung des Wirtschaftswaldes werden abgeleitet. Vergleiche zu anderen fichtendominierten Mittelgebirgen führen zu der Frage, ob es Alternativen für die Fichte gibt? Wird sie der „Brotbaum“ des Mittel- und Oberharzes bleiben?

 

 

Mittwoch, 10. 4. 2019, 19 Uhr

Thema: Begegnungen mit den Bären Kamschatkas

Referent: Prof. Dr. Hagen Herdam

Die russische fernöstliche Riesenhalbinsel Kamtschatka ist 7.740 Flugkilometer von Deutschland entfernt. Nach dem weiten Anflug können abgelegene Regionen Kamtschatkas nur durch einen weiteren Hubschrauberflug erreicht werden. Fernab der menschlichen Zivilisation lassen sich Bären durch die Anwesenheit des Menschen nicht beim Lachsfang stören. So sind einmalige Bilddokumente entstanden, die Hagen Herdam (Straßberg) vorstellt. Natürlich wird auch von den sonstigen Reiseerlebnissen berichtet.

 

 

 

Mittwoch, 8. 5. 2019, 19 Uhr

Thema: Fische, Krebse und andere Wasserorganismen der Harzgewässer

Referent: Otfried Wüstemann

Das Wasser prägt wie kein anderes Element die Landschaft des Harzes. Die Entwicklung der an das Wasser gebundenen Tier- und auch Pflanzenwelt ist ein Indikator dafür, wie es um unserer Umwelt bestellt ist. Otfried Wüstemann (Wernigerode) beobachtet seit Jahren diese Dynamik und gibt dazu in seinem Vortrag in Wort und Bild Auskunft. Von besonderem Interesse ist dabei die Entwicklung der Bestände der einheimischen Bachforelle, der Westgroppe und des Bachneunauges und z. B. auch des Edelkrebses. Das Verständnis der Wechselwirkungen zwischen den Gewässern und den an diesen Lebensraum gebundenen Tier- und Pflanzenarten ist wichtig zum Verständnis vieler Vorgänge in der Natur.

 

 

Mittwoch, 12. Juni 2019, 19 Uhr

Thema: Von der Bodeaue bis zum Heidberg

Referent: Roland Schweigert

In seinem Diavortrag berichtet R. Schweigert (Ditfurt) über interessante naturkundliche Beobachtungen rund um den Ort Ditfurt. Ob Pflanzen, Säugetiere, Pilze, Vögel oder Insekten - immer wieder gibt es Neues zu berichten.Dabei wird auch auf ökologischen Zusammenhänge, die Gefährdung und den notwendigen Schutz der verschiedenen Tier- und Pflanzenarten unserer heimischen Natur hingewiesen. Auch Heimatgeschichtliche Aspekte bleiben im Vortrag nicht unerwähnt.

 

 

 

Mittwoch, 11. 9. 2019, 19 Uhr

Thema: Die Pflanzenwelt des Oberharzes

Referent: Dr. Hans-Ulrich Kison

Zu den herausragenden botanischen Besonderheiten des Harzes gehören seine höchsten Lagen um den Brocken, die Torfhäuser Hochfläche und den Acker-Bruchberg-Zug. Hier hat sich eine bedeutsame Vegetation mit arktischen und borealen Pflanzenarten etablieren können. Sie sind die wichtigsten Leitarten des Gebietes, das vollständig vom Nationalpark Harz eingeschlossen wird. Für den knapp 25.000 ha großen Nationalpark ist in den zurückliegenden Jahren eine aktuelle Liste der vorhandenen Pflanzenarten erstellt worden. Diese ist Grundlage des Vortrages von Hans-Ulrich Kison (Quedlinburg). Der Referent vermittelt eine Übersicht zur natürlichen Vegetation des Oberharzes und macht deutlich, wie die jahrhundertelange Bewirtschaftung der Harzwälder sich auf diese auswirkte. Der Vortrag ermöglicht einen Einblick in eine alte Kulturlandschaft und ihre aktuelle Pflanzenwelt mit knapp 1.200 Sippen an Farn- und Blütenpflanzen.

 

 

Mittwoch, 9. 10. 2019, 19 Uhr

Thema: Naturbeobachtungen der Mitglieder der IG Ornithologie und Naturschutz

Die Mitglieder der IG berichten in Kurzvorträgen von ihren individuellen Naturbeobachtungen. Gleichzeitig wird auch über aktuelle Probleme des Natur- und Umweltschutzes der heimatlichen Region informiert. Exkursionsberichte ergänzen die Vortragsveranstaltung.

Mittwoch, 13. 11. 2019, 19 Uhr

Thema: Naturerlebnisse in den Pyrenäen

Referent: Norbert Rußwurm

Die Pyrenäen sind ein Gebirge mit ganz besonderen landschaftlichen Schönheiten. Auf beiden Seiten des Gebirgszuges führen tief eingeschnittene Tälern   in alpine Höhen und enden oft in felsigen Gebirgskesseln (z. B. im Cirque de Gavarnie), über denen auch im Sommer schneetragende Berge thronen, von denen der Aneto 3400 m Höhe erreicht. Norbert Rußwurm (Quedlinburg) hat im Sommer 2018 die grandiose Pyrenäenlandschaft bereist. In seinem Bildvortrag stellt er die einmalige Tier- ( 3 Geierarten) und Pflanzenwelt (bemerkenswert sind z. B. die Breitblättrige Iris und die Pyrenäen-Lilie) vor. Gleichermaßen berichtet er von seinen Erlebnissen als Bergwanderer.

 

Freitag, 13. 12. 2019 , 18 Uhr – 24 Uhr

Weihnachtsfeier der IG – Mitglieder

Ort: Bildungshaus Quedlinburg

Raum Einstein; 1. OG Heiligegeiststraße 8 Quedlinburg

Borneo - das Land der zerstörten Urwälder

Borneo - das Land der zerstörten Urwälder


Dies ist das Thema der öffentlichen Vortragsveranstaltung der IG Ornithologie und Naturschutz Quedlinburg am Mittwoch, dem 14. 11. 2018, 19 Uhr , im Quedlinburger Bildungshaus ,Heiligegeiststraße 8, Raum Einstein. Referentin ist Frau Katrin Hoffmann-Gerloff.

Um angeblich ökologisch gewonnenes Palmöl in entwickelte Länder exportieren zu können, wird auf der Insel Borneo (der Großteil gehört zu Indonesien) in einem verheerenden Ausmaß der tropische Urwald ausgeraubt und abgebrannt. So gewinnt man riesige Flächen für den Monokultur-Anbau von Ölpalmen. Wo der Urwald stirbt, stirbt auch die bodenständige Tier- und Pflanzenwelt. Dort stirbt auch der Orang-Utan aus– der rothaarige intelligente „Waldmensch“.

Auch der Mensch verliert seine Heimat. Katrin Hoffman-Gerloff (Gernrode) hat Borneo hautnah auf Urwaldpisten und im Speedboot bereist bzw.   beim Besuch einer Menschenaffen-Auswilderungsstation und bei Treffen mit der indigenen Dayak-Bevölkerung kennen gelernt. In ihrem Bildvortrag   berichtet sie über das Erlebte.

Eine Vorstellung über die Entwicklung des Anbaus von Ölpalmen in Indonesien vermittelt   nachfolgende Graphik:

Anbau-lpalme.gif - 12,79 kB

 

Die EU-Länder sind ein wichtiger Abnehmer des Palmöls als vermeintlich ökologisch unbedenklicher nachwachsender Rohstoff. Dazu hat die EU 2009 vermeintlich strenge Kriterien festgelegt. Nachwachsende Rohstoffe dürfen u. a. nicht auf folgenden Flächen angebaut bzw. gewonnen werden:

Primärwald und andere bewaldete Flächen mit einheimischen Arten, in denen es kein deutlich sichtbares Anzeichen für menschliche Aktivität gibt und die ökologischen Prozesse nicht wesent­lich gestört sind;

Flächen für den Schutz seltener, bedrohter oder gefährdeter Ökosysteme oder Arten, die in internationalen Übereinkünf­ten anerkannt werden oder in den Verzeichnissen

zwischenstaatlicher Organisationen oder der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur aufgeführt sind, vorbehaltlich ihrer Anerkennung gemäß dem Verfahren

des Artikels 18 Absatz 4 Unterabsatz 2,sofern nicht nachgewiesen wird, dass die Gewinnung des Rohstoffs den genannten Naturschutzzwecken nicht zuwiderläuft;

Genau diese Kriterien werden ganz sicher in Indonesien nicht erfüllt. Dies sollte uns   sehr nachdenklich machen.

Datenschutzerklärung der IG Ornithologie

Ergänzend zur  Datenschutzhinweise für Vereinsmitglieder (Download, pdf-Format) und der  allgemeinen Datenschutzerklärung  gilt in unserer IG folgende Verfahrensweise:

Es gibt eine Liste der Mitglieder mit deren Anschrift und mit Telefonnummern und E-Mail-Adressen.

Diese Liste wird bei Wunsch allen Mitgliedern zur persönlichen Verwendung zur Verfügung gestellt.

Jedes Mitglied gibt bei der Aufnahme eine Erklärung ab, ob es mit der Weitergabe dieser Daten an andere Mitglieder einverstanden ist. Wenn dieses Einverständnis nicht ausgesprochen wird, enthält die Mitgliederliste ( für Mitglieder) nur den Namen, aber nicht die anderen Informationen.

Der Adressen- und Telefonnummernaustausch wird von den Mitgliedern als unverzichtbar angesehen.

Vortrag über die Sand-Silberscharte

Hinweis auf den Vortrag

Schutz für die Sand-Silberscharte

Referent: Florian Kommraus

Mittwoch, den 11. April 2018, 19 Uhr , im Quedlinburger Bildungshaus "Carl Ritter " Raum Einstein, Heiligegeiststraße 8.

Zu dem Vortrag laden ein: Interessengemeinschaft Ornithologie und Naturschutz im Kultur – und Heimatverein Quedlinburg e. V. und Kreisvolkshochschule Harz. Gäste sind herzlich willkommen.

Die Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides) ist ein Korbblütler. Die Pflanze wird 20-70 cm hoch, sie blüht von Juli bis September. Die Pflanze braucht etwas kalkhaltigen, locker-humosen Sandboden in sommerwarmer Klimalage. Sie besiedelt lückige Sandrasen, lichte Kiefern-Trockenwälder und Binnendünen. In Sandgebieten zwischen Neckar- und Mainmündung, am Mittellauf des Mains, in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen kommt sie selten vor. Sonst fehlt sie in Mitteleuropa. Die Silberscharte fällt im Blütenkonzert anderer Korbblütler nicht besonders auf. Sie ist dennoch nach deutschem und europäischen Recht streng geschützt:

nach Bundesnaturschutzgesetz seit 31.08.80

und nach europäischem Recht, der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie EG 2013/17 [FFH] Anhang:II, FFH-Richtlinie EG 2013/17 [FFH] Anhang:IV).

Weshalb besteht dieser besondere Schutzstatus ?

Die Sand-Silberscharte ist ein kontinentales Florenelement, das heißt eine Pflanzenart, die von Süd- und Mittelrussland bis Westsibirien und weiter bis zum Altai sowie von den Kaukasusländern bis nach Turkestan weit verbreitet ist. Disjunkte (abgetrennte) Vorkommen liegen im Elbe- und Rhein-Main-Gebiet in etwa 500 km vom geschlossenen Hauptareal entfernt. Die Silberscharte ist mit dieser Verbreitung bei uns ein Zeuge der nacheiszeitlichen Wiederbesiedlung unserer Region mit kontinentalen Flordenelementen und der späteren Veränderungen der damaligen Steppenflora. Die Silberscharte ist heute bei uns sozusagen ein Restposten der früheren Verbreitung. Dies macht den besonderen Wert dieser Pflanzenart für Deutschland aus. Dazu kommt, dass an allen Standorten die weitere Existenz dieser Pflanzenart sehr bedroht ist. Daraus ergeben sich der heute strenge Schutz dieser Pflanzenart und auch die Verantwortung   für deren Erhalt.

In Sachsen-Anhalt und im nördlichen Harzvorland liegt ein deutschlandweiter Verbreitungsschwerpunkt der seltenen Pflanzenart.

Im Vortrag von Florian Kommraus werden neben einer Vorstellung der Silberscharte die Gründe für ihren Rückgang dargestellt. Detailliert wird auf Maßnahmen zu ihrem Schutz eingegangen, die seit 2008 erfolgreich in mehreren vom Land Sachsen-Anhalt über ELER-Mittel geförderten Projekten umgesetzt wurden. Im Vortrag wird speziell die Entwicklung der Populationen im nördlichen Harzvorland behandelt. Knapp über die Hälfte der Populationen Sachsen-Anhalts liegt zwischen Quedlinburg und Blankenburg, der Großteil dieser Populationen ist jedoch sehr klein und nimmt aktuell weiter ab.

W. Wandelt

Blüte Sand-Silberscharte (Jurinea cyanoides)

 

Entbuschungseinsatz

7. April 2018 - Entbuschungsarbeiten im Naturschutzgebiet Harslebener Berge / Steinholz

Auch in diesem Jahr findet wieder ein Entbuschungseinsatz im Naturschutzgebiet Harslebener Berge / Steinholz statt. Termin ist Sonnabend, der 7. April 2018. Der Arbeitseinsatz beginnt 8 Uhr und endet gegen 12 Uhr. Ziel des Einsatzes ist das Zurückdrängen der Verbuschung der Offenflächen vor allem mit Weißdorn und Heckenrosen. Diese Verbuschung bedroht die wertvolle Steppenflora, vor allem auch die Bestände des Adonisröschens. Im Naturschutzgebiet Harslebener Berge/ Steinholz führen Naturschützer aus Halberstadt und Quedlinburg schon seit vielen Jahren einen gemeinsamen Entbuschungseinsatz durch. Unterstützer sind herzlich willkommen ! Die wichtigste Arbeit besteht darin, das Schnittgut zu der Brennstelle zu transportieren. Das Entbuschen selber erfolgt mit Freischneidern und Motorsägen. Wichtig sind festes Schuhwerk, feste Kleidung und Arbeitshandschuhe ! Für ein Frühstück ist gesorgt. .

Treffpunkt: Rastplatz am westlichen Ende des Steinholzwaldes bzw. am östlichen Beginn der Trockenrasenhänge (Harslebener Berge). Hierher gelangt man am besten ab Westerhausen auf der Straße „Am Fischberg“ .Diese Feldstraße führt direkt zu diesem Rastplatz. Dieser Weg ist auch als Wegelebener Weg bekannt.

 

Verbuschung im Naturschutzgebiet Harslebener Berge

Beim Entbuschungseinsatz

Naturschutzhelfer aus Halberstadt und Quedlinburg: Wohlverdientes Frühstück.

EU-Naturschutzförderung

Erläuterungen zu dem Brief der IG Ornithologie und Naturschutz im Kultur- und Heimatverein Quedlinburg an Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltministerin, Prof. Dalbert

(12. März 2018)

Wie fördert die EU Naturschutzaufgaben ?

Die Gestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik ab dem Jahr 2020.

Aktuell beschäftigen sich die EU-Gremien u. a. mit der Gestaltung der gemeinsamen EU-Agrarpolitik ab dem Jahr 2020.

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)ist dabei die Antwort Europas auf die Notwendigkeit, den 22 Millionen Landwirten und landwirtschaftlichen Arbeitskräften in Europa einen angemessenen Lebensstandard zu sichern und für seine 500 MillionenBürgerinnen und Bürger eine stabile Versorgung mit einer breiten Palette an sicheren Lebensmitteln zu gewährleisten.

Als gemeinsame Politik für alle 28 EU-Länder stärkt die GAP die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Landwirtschaft in der EU, indem sie Direktzahlungen zur Stabilisierung der landwirtschaftlichen Einkommen bereitstellt und mit Hilfe nationaler (oder regionaler)Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum Projekte finanziert, die auf die besonderen Bedürfnisse in den einzelnen Ländern zugeschnitten sind.

Auch in der Vergangenheit wurden im Rahmen der agrarischen Produktion Leistungen für den Schutz der Natur gefördert. Ein Beispiel dafür ist die Förderung der Schafhutung als ein Instrument von Landschaftspflege und Naturschutz.

Gerade dieses Beispiel lässt aber auch die Unzulänglichkeiten der bisherigen Förderung in diesem Bereich erkennen. Ökologisch und landeskulturell wertvolle Offenflächen verbuschen und verwalden, immer mehr Schäfer geben ihre Tätigkeit auf. Die heutige landwirtschaftliche Produktion und die Landnutzung werden begleitet von einem Voranschreiten der Reduzierung der biologischen Vielfalt und dem Artentod. Dem muss Einhalt geboten werden. Dafür sind jetzt und im Zeitraum bis 2020 die notwendigen Entscheidungen zu treffen.

Ein Blick in die aktuelle EU-Fördersituation:

Der EU-Haushalt (Zahlungen) insgesamt beträgt 2017 134,49 Mrd. Eur.

Dabei sind die wichtigsten Ausgabenbereiche (2015):

46 % intelligentes und integratives Wachstum in der EU, aufgeteilt wie folgt:

  • 34 % – Unterstützung unterentwickelter Regionen und benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in der EU
  • 12 % – Förderung der Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen

41 % – Erzeugung sicherer Lebensmittel, innovative Landwirtschaft sowie effiziente und nachhaltige Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Flächen


Im EU-Haushalt für 2017 stehen rund 43 Milliarden Euro für die Landwirte bereit.


Insgesamt stehen für die Agrarförderung in Deutschland von 2014 bis 2020 jährlich rund 6,3 Milliarden Euro an EU-Mitteln zur Verfügung. Die EU-Förderung verteilt sich dabei auf zwei Säulen.

  1. Aus der ersten Säule ( mit einem Volumen von 5,0 Milliarden Euro) finanzieren sich die Direktzahlungen an die Landwirte, die – bei Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen – je Hektar landwirtschaftlicher Fläche gewährt werden. Dabei sind ausdrücklich bestimmte Standards (sogenannte "Cross Compliance") einzuhalten. Im Durchschnitt machen diese Zahlungen rund 40 Prozent des Einkommens der Betriebe aus. Gerade für die Existenz kleinerer und mittlerer Betriebe und für die Bewirtschaftung von benachteiligten Regionen sind sie von großer Bedeutung. 30 Prozent der Mittel für Direktzahlungen (also rund 1,5 Milliarden Euro) werden – im Rahmen des sogenannten Greenings – an die Einhaltung bestimmter, dem Klima- und Umweltschutz förderlicher Landbewirtschaftungsmethoden gebunden, die über die bereits heute geltenden Cross-Compliance-Standards noch hinausgehen.
  2. 2.Die zweite Säule umfasst gezielte Förderprogramme für die nachhaltige und umweltschonende Bewirtschaftung und die ländliche Entwicklung. Dazu zählen unter anderem Agrarumweltprogramme und die Förderung des ökologischen Landbaus. Für die zweite Säule stehen in Deutschland jährlich rund 1,3 Milliarden Euro an EU-Mitteln zur Verfügung, die mit weiteren nationalen Mitteln kofinanziert werden müssen.

Was versteht man unter Greening?

Zunächst zum Begriff:

Wie kann man den Begriff Greening übersetzen ? Zutreffend kann man sicher „Grün machen“ sagen. Die direkte Förderung der landwirtschaftlichen Produktion soll eine ökologische Komponente bekommen.

Im Klartext: Die Produktionsförderung, die zu Mais- und Rapsmonokultur mit den nicht zu übersehenden gravierenden Umweltschäden bzw. Umweltbelastungen und unter anderem auch zu einem gravierenden Arten-Verlust führt, soll mit „Grün machen“ ökologisch verträglicher gestaltet werden.

Die Greening-Prämie:

Das Greening der Direktzahlungen in der ersten Säule hat zur Folge, dass Landwirte 30 Prozent ihrer Direktzahlungen, die so genannte Greening-Prämie, nur dann erhalten, wenn sie konkrete, zusätzliche Umweltleistungen erbringen. Nach einer Übergangszeit können bei sehr starken Verstößen gegen die Greening-Auflagen die Prämienkürzungen sogar deutlich über den Anteil von 30 Prozent der Direktzahlungen hinausgehen, der auf die Greeningprämie entfällt.

Was ist Greening ?

Das Greening umfasst den Erhalt von Dauergrünlandflächen (wie Wiesen und Weiden), eine verstärkte Anbaudiversifizierung (größere Vielfalt bei der Auswahl der angebauten Feldfrüchte) sowie die Bereitstellung sogenannter "ökologischer Vorrangflächen" auf Ackerland.

Das Greening ist verpflichtend für alle Landwirte, die Direktzahlungen beantragen. Ausgenommen vom Greening sind lediglich Betriebe, die unter die Kleinlandwirteregelung fallen, sowie Betriebe des ökologischen Landbaus. Nicht betroffen sind außerdem Betriebe mit ausschließlich Dauerkulturen (z.B. Wein, Obst und Hopfen), da es für Dauerkulturen keine spezielle Greening-Vorschrift gibt. Darüber hinaus gibt es weitere Sonderregelungen für kleinere Betriebe und Betriebe mit hohem Grünlandanteil.

Was sind ökologische Vorrangflächen (als eine Maßnahme des Greenings)?

Landwirtschaftliche Betriebe müssen grundsätzlich zunächst fünf Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen bereitstellen. Diese Flächen müssen im Umweltinteresse genutzt werden (z.B. zum Erhalt von Hecken oder als Pufferstreifen zu Gewässern). Eine landwirtschaftlich produktive Nutzung bleibt unter bestimmten Bedingungen aber zulässig.

Einzelmaßnahmen und die Bewertung ihrer Wertigkeit im Vergleich mit einer Stillegungsfläche:

Hecken, Gehölzstreifen, Baumreihen und, Gräben, (soweit unter CC-Schutz) 2,0
Pufferstreifen, Feldrandstreifen;
Feldraine, Einzelbäume und Feldgehölze (soweit unter CC-Schutz);
Streifen beihilfefähiger Flächen entlang von Waldrändern ohne Produktion
1,5

Stilllegung, Agroforstflächen und Aufforstungsflächen;

Steinwälle, Terrassen und Feuchtgebiete (soweit unter CC-Schutz)

1,0
Anbau von Stickstoff bindenden Pflanzen (Leguminosen) 0,7
Zwischenfruchtanbau, Kurzumtriebsplantagen 0,3

Es ist leicht zu erkennen, dass es für den Landwirt kompliziert ist rechnerisch zu sichern, dass der geforderte Greening-Anteil von 5 % seiner Ackerfläche erreicht wird. Dies ist Voraussetzung, dass die Direktförderung/ha Betriebsfläche nicht nur zu 70 %, sondern zu 100 % ausgezahlt wird.

Es ist auch für den Nichtlandwirt erkennbar, dass die notwendigen Greening-Prozente für einen Intensiv-Ackerbaubetrieb vermutlich am ehesten mit Zwischenfruchtanbau erreicht werden können. Mit dieser Maßnahme und auch mit der Ackerstillegung oder einem erweiterten Leguminosenanbau kann aber der zu verzeichnende Verlust an Artenmannigfaltigkeit weder gebremst noch gar rückgängig gemacht werden. Dieses Greening ändert nichts daran, dass Mais- und Raps-Intensivflächen keinen Lebensraum z. B. für Vögel darstellen, der Artentod weiter voranschreitet. Dies ist ein Grund, weshalb für den Zeitraum nach 2020 eine effektivere Ausgestaltung der EU-Naturschutzfinanzierung zu fordern ist.

(Verwendete Quelle: www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Agrarpolitik/)

Die Analysen des IST:

In Vorbereitung der nächsten EU-Landwirtschaftsförderperiode haben Fachleute die Effizienz u. a. der Greenigmaßnahmen in Beziehung gesetzt zu dem Finanzbedarf, der erforderlich ist, um den Anforderungen für den Naturerhalt gerecht zu werden.

Das Prüfergebnis sieht ernüchternd aus:

„Die europäische Naturschutzpolitik konnte, trotz vieler Erfolge insbesondere im Artenschutz, den andauernden Verlust der Biodiversität nicht stoppen. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Naturschutzförderung weder qualitativ ausreichend, noch zielgerichtet genug stattfindet. Verschiedene Defizite in der Programmierung der Fonds und bei der Verwendung der Mittel führen dazu, dass zu wenig Geld in den Naturschutz investiert wird und wissenschaftliche Erkenntnisse nicht immer zielgerichtet berücksichtigt werden.“

Wie sollte es nach 2020 in der EU-Umweltschutzpolitik weiter gehen ?

„Um den aufgezeigten dramatischen Verlust an Biodiversität aufzuhalten, ist eine effektivere und effizientere Ausgestaltung der EU-Naturschutzfinanzierung notwendig. Eine unveränderte Beibehaltung der gegenwärtigen Finanzierung ist aus Sicht des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) und des Wissenschaftlichen Beirates für Waldpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (April 2017) keinesfalls zu empfehlen.“

Wer ist SRU ? Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (kurz SRU) ist ein wissenschaftliches Beratungsgremium der deutschen Bundesregierung. Der SRU begutachtet die Umweltsituation in Deutschland und berät die Bundesregierung hinsichtlich ihrer zukünftigen Umweltpolitik.

Die beiden genannten Gremien sehen dafür 2 Möglichkeiten:

„ Zum einen könnte ein eigenständiges EU-Finanzierungsinstrument für den Naturschutz geschaffen werden. Dies wird derzeit auf nationaler, aber auch auf europäischer Ebene von verschiedenen Akteuren aus Politik, Verbänden und Wissenschaft gefordert.

Zum anderen könnte der bisherige integrierte Finanzierungsansatz weiterentwickelt und Naturschutzbelange in der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik gestärkt werden

(Quelle:http://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stellungnahmen/
2016_2020/2017_04_Stellungnahme_Naturschutzfinanzierung.pdf?__blob=publicationFile)

Jetzt die Stimme für eine bessere und nachhaltige Förderung des Naturschutzes erheben !

In Vorbereitung der EU-Entscheidungen für den Förderzeitraum nach 2020 ist eine ergebnisoffene Diskussion der vorliegenden Situation erforderlich. Dazu sollten sich alle Naturschutz- und Umweltverbände einbringen. Ein „weiter so wie bislang“ wäre unverzeihlich. Deswegen hat sich die Interessengemeinschaft Ornithologie und Naturschutz im Kultur- und Heimatverein Quedlinburg in einem Brief an die Landwirtschaftministerin Sachsen-Anhalts, Prof. Dalbert, mit der Forderung gewendet, alles in ihren Kräften stehende dafür zu tun, dass im EU-Haushalt nach 20120 eine eigenständige Finanzierung für Naturschutzaufgabenstellungen und für den Schutz unserer Kulturlandschaft (Landschaftsschutzgebiete) gesichert wird und Leistungen für diese Aufgabenstellung als gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen gewertet werden.

Die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung 2018 der Naturschutz- und Umweltverbände des Landkreises Harz (24. 2. 2018) haben diesen an die Landwirtschafts- und Umweltministerin gerichteten Forderungen im vollen Umfange zugestimmt.

 Zusammenstellung der Angaben: Dr. Werner Wandelt


Winterlingblüte im Naturschutzgebiet "Steinholz"

Winterlingblüte im Quedlinburger Naturschutzgebiet Steinholz

Dem Quedlinburger Naturschutzgebiet Steinholz ist am östlichen Ende der Petersberg vorgelagert. Auf der Südseite dieses Sandsteinberges entlang führt ein mit Linden bestandener Fahrweg direkt zum Anfang des Steinholzes. Wegen ihrer Schönheit wurde diese Lindenallee als Naturdenkmal unter Schutz gestellt. Alle Bäume dieser Anpflanzung weisen eine Besonderheit auf: Am Stamm - vor allem im unteren Stammbereich -bilden sich große, mit dicker brockiger Rinde bedeckte Aufwölbungen, die die Lebenskraft der Bäume offensichtlich nicht beeinträchtigen, üblicherweise in dieser Form bei Linden aber nicht zu finden sind. Eine Abzweigung des Fahrweges führt zwischen Petersberg und Steinholz und den hier befindlichen sehr großen Steinbrüchen auf die Nordseite des Steinholzes. Geht man hier zunächst über unbewaldete Flächen bis auf die bewaldete Höhe hinauf, so ist hier in der Nähe der Steinbruchkante mitten im Wald ein Fläche mit einem dichten Bestand von Winterling (Eranthis hyemalis) zu finden. Die Blühfläche dürfte rund 20 m² groß sein. Der Winterling ist nicht einheimisch. Das Vorkommen existiert hier schon viele Jahre. Wie es entstanden ist, ist nicht bekannt. Das zunächst nur kleine Vorkommen hat sich im Lauf der Jahre beachtlich ausgedehnt. In der Frühlingssonne bietet es einen unerwarteten, prächtigen Anblick. Der beeindruckende Flächenzuwachs dürfte seine Ursache darin haben, dass die Winter milder geworden sind und die empfindlichen Sämlinge in viel größerer Anzahl als früher überleben. Die gleiche Ausbreitungstendenz ist an vielen anderen Standorten zu beobachten, in Gärten, in Parkanlagen und in der Natur dort, wo offensichtlich mit Gartenabfällen unbeabsichtigt Samen verbreitet wurden.

Die naturgeschützte Lindenalle

P1330589 k Linden am Steinholz

 Linde am Steinholz

P1330590 k Linde am Steinholz

Winterlingblüte im Steinholz

P1330600 k Winterlingblte