Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Raumfahrt
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Sigmund Jähn – unser Mann im All

2018 09 01JaehnZum 40. Jubiläum des Fluges des ersten Deutschen, Sigmund Jähn, ins Weltall lud die AG zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in die Sternwarte ein.

Als am 26. August 1978 Sigmund Jähn mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof in Kasachstan abhob, um zur Raumstation Salut 6 zu fliegen, und nach einigen Tagen glücklich landete, war die Sensation perfekt. Der Arbeitersohn aus dem Vogtland wurde als Held gefeiert, mit Orden überhäuft und war auf vielen offiziellen Empfängen anwesend.

Zahlreiche Schulen wurden nach ihm benannt. Eine davon war die Polytechnische Oberschule in Hedersleben. Sigmund Jähn nahm diese Namenspatenschaft ernst, und so war er am 12. Mai 1984 der Festredner bei der Jugendweihe.

In einem bebilderten Vortrag über Sigmund Jähn ging Hendrik Brücke auch auf das harte Ausbildungsprogramm im Moskauer „Sternenstädtchen“ ein, beschrieb die technischen Einzelheiten während des Starts, des Fluges und der Landung. Interessant waren ebenfalls die Ausführungen über den Einsatz der Multispektralkamera MKF-6, einer Fernerkundungskamera aus dem VEB Carl Zeiss Jena. Jähn fotografierte mit dieser hochauflösenden Kamera, die mit sechs Objektiven ausgerüstet war, in verschiedenen Spektralbereichen die Oberfläche der Erde. Beim Auslesen der Fotos wurden sogar Objekte sichtbar, die nur zehn Meter groß waren. Das war damals absolute Weltklasse.

Sigmund Jähn promovierte 1983 zum Thema „Arbeiten zur Entwicklung methodischer Grundlagen für Auswertung und Nutzen von Fernerkundungsdaten in der DDR“.

Seit vielen Jahren fühlen wir uns mit Sigmund Jähn freundschaftlich verbunden und haben ihn mehrmals persönlich getroffen. Erstmals 2003 zum Raumfahrerfrühschoppen in Morgenröthe-Rautenkranz und zuletzt 2015 bei einem persönlichen Gespräch in Barleben.2018 09 01persGespr

AG-Logo mit Autogramm

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Mosaik an der ehemaligen S.Jähn-Schule in Hedersleben

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Jahrhundert-Mondfinsternis

Die „Jahrhundert-Mondfinsternis“ am 27. Juli 2018

Als wir über die regionale Presse zur Beobachtung der totalen Mondfinsternis einluden, konnten wir uns nicht vorstellen, wie viele Interessenten sich im Laufe des Abends auf dem Gelände der Sternwarte einfinden würden. Wir zählten etwa 300 Gäste, unter ihnen sehr viele Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern.

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Anfänglich verwehrte uns eine östlich verlaufende Wolkendecke die Beobachtung. So haben wir den Gästen ausführliche Informationen zum weiteren Baugeschehen geben können. Außerdem nutzten sie die Möglichkeit, sich ausgiebig im Gebäude der Sternwarte und im ehemaligen Trinkwasserbehälter, in den ein Sonnenobservatorium eingebaut werden soll, umzusehen. Diese unterirdische Anlage beeindruckt immer wieder durch ihre Bauart, die ein wenig an das Innere der Alhambra von Granada erinnert.

Als die Sichtbarkeit gegen 22 Uhr immer besser wurde, richteten sich auch viele Objektive auf den kupferfarbenen Mond. Zusammen mit dem darunter liegenden Mars war der Anblick perfekt. Hinzu kam, dass gegen 22.33 Uhr die ISS genau im Zenit über uns hinweg zog. Dieses Schauspiel ist auch immer wieder beeindruckend.

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Wir begrüßten übrigens nicht nur Vertreter der regionalen Presse, sondern auch ein TV-Team von „RTL“. Den Beitrag, der um 0.00 Uhr gesendet werden sollte, kann man vielleicht in der Mediathek des Senders abrufen.

Wilfried Lassak
(Bilder von Stefan Kunz)

Exkursion nach Prag

Anfang Mai unternahmen 9 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft eine mehrtägige Exkursion in die Goldene Stadt. Auf unserem Weg durch die Altstadt war das erste Ziel die Tynkirche mit dem Grabmal von Tycho Brahe. Dann wurde auf dem Marktplatz mit dem Mittags-Meridian das traditionelle Gruppenfoto für die Chronik gemacht. Wegen Renovierungsarbeiten konnte das stündliche Schauspiel der großen astronomischen Uhr am Rathaus nur per Video-Sequenz gesehen werden.

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Die Sternwarte auf dem Petrin (mit Zweifach Astrographen aus dem Jahre 1928) war das nächste Ziel.

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Unser Hauptziel war aber die Sternwarte Ondrejov, südlich von Prag. Sie gehört zum Astronomischen Institut der wissenschaftlichen Akademie der Tschechischen Republik. Da wir angemeldet waren, bekamen wir von drei wissenschaftlichen MitarbeiterInnen eine fachkompetente Führung. Die Hauptaufmerksamkeit gilt der Sonnen-und Sternforschung, der interplanetaren Materie, den Galaxiensystemen und der Dynamik der Satellitenbewegungen. Das Institut ist auch Zentrum für Astrophysik. Das Hauptinstrument ist ein 1967 errichtetes Cassegrain-Teleskop mit einem 2m-Spiegel, gebaut vom VEB Carl-Zeiss Jena. Wegen der dreifachen Beobachtungsmöglichkeiten im Primar-, Cassegrain-und Coude-Fokus wird das Gerät auch als 2m-PCC-Teleskop bezeichnet. Hinzu kommen zwei spezielle Einrichtungen mit Coelostatenspiegel zur Erforschung der Sonnenphysik, das 65cm-Spiegelteleskop zur Beobachtung erdnaher Asteroiden und das 10m-Radioteleskop. Mehrere All-Sky-Kameras dienen der Meteorbeobachtung. Die historischen Sternwartengebäude mit gut erhaltenen Teleskopen werden für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt und durch ein kleines Museum ergänzt.

Abschließend zeigte man uns langzeitbelichtete Landschaftsfotos, die mit einer Lochkamera aufgenommen wurden. An verschiedenen exponierten Stellen waren diese Kameras, die aus einer Cola-Dose bestehen, angebracht. Diese fast vergessene Art der Fotografie kann zur Nachahmung empfohlen werden.

Astronomietag 2018

Der Astronomietag 2018 in Quedlinburg mit Vorträgen und öffentlichen Beobachtungen

Die Arbeitsgemeinschaft „Astronomie und Raumfahrt“ und der „Verein Sternwarte Quedlinburg“ veranstalteten am 24. März den 16. Astronomietag. Wir luden ab 11 Uhr auf das Gelände der zukünftigen Volks-und Schulsternwarte ein. Los ging es mit Sonnenbeobachtungen im Weißlicht und im H-Alpha Bereich. Dazu hatten wir drei Teleskope aufgestellt. Die Sonne zeigte sich aber buchstäblich von ihrer „besten“ Seite: keine Flecken. Auch fielen spektakuläre Aktivitäten, die mit unserem LUNT sehr gut zu erkennen gewesen wären, leider aus.
(alle Fotos von Hannjo Humpsch)

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Dadurch blieb mehr Zeit für Vorträge zum Thementag und ausführliche Erklärungen zur Handhabung der unterschiedlichsten Teleskope. Zu unserer großen Freude stellten wir fest, dass diesmal viele Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern und Jugendliche unserer Einladung gefolgt waren. Das ist mit Sicherheit auch der Tatsache geschuldet, dass 1958 in der DDR Astronomie als Einstundenfach in Klasse 10 eingeführt wurde und Sachsen-Anhalt eins von drei Bundesländern ist, das diese lobenswerte Tradition nach der Wende nicht über Bord geworfen hat. Außerdem stand für Groß und Klein ein umfangreiches Angebot an Informationsmaterial, Fachbroschüren und Bastelbögen zur Verfügung, um den Einen oder Anderen für unsere Arbeit und die Astronomie zu begeistern.

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In kleinen Gruppen ging es aber nicht nur in die Beobachtungskuppel nach oben, sondern auch zwei Stockwerke nach unten in den aus rotem Klinker gemauerten ehemaligen Wasserbehälter. Auf einer Grundfläche von 400 Quadratmetern sollen hier neben einem Sonnenobservatorium eine astronomische Bibliothek und die Schauwerkstatt eines Linsenschleifers entstehen. In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Harz und dem Kulturzentrum „Reichenstraße“ kann nach der Fertigstellung die Räumlichkeit auch für kulturelle Zwecke genutzt werden. Der Sternwartenkomplex wäre dann ein weiteres Kulturzentrum von Quedlinburg.

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Die abendlichen Himmelsbeobachtungen wurden für unsere Gäste wegen des wolkenlosen Himmels ein weiteres „Highlight“. Einige von ihnen nutzten die Gelegenheit, mit dem Handy vor dem Okular des Teleskops ein paar Fotos zu machen oder mit einem Kameraadapter fast professionelle Bilder vom zunehmenden Halbmond zu schießen. Um dem ganzen Geschehen einen „romantischen“ Hauch zu verleihen, entfachten wir zur späten Stunde in einer Schale ein Feuer. So ließ es sich in gemütlicher Runde besser fachsimpeln und das erste Resümee ziehen. Insgesamt folgten knapp 200 Besucher der Einladung, so dass sich unsere Erwartungen an den Verlauf des Tages erfüllt haben.

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Sonnenuntergang zum Frühlingsbeginn

Montag, 19. März 2018

Das Wetter war wie geschaffen, um den Sonnenuntergang zum Frühlingsbeginn hinter dem Brockenmassiv zu beobachten. Kurz vor 18 Uhr bezogen wir unsere Plätze auf dem Kamelfelsen und warteten auf den wichtigen Moment.

Das Schauspiel war perfekt, als das markante Profil der Brockenspitze mittig in der gelben Sonnenscheibe stand. Danach waren noch die schmale Mondsichel, die Venus und der Merkur zu sehen.

Außerdem genossen wir noch ein schönes Abendrot über einer herrlichen Winterlandschaft.

(Zum Vergrößern Bild anklicken)

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Fotoausstellung

Zur Eröffnung unserer Fotoausstellung im Bildungshaus „Carl Ritter“ am 13. Februar 2018 unter dem Thema

„Den Blick vom Boden gen Himmel gerichtet“

kamen sehr viele Gäste, unter ihnen der Landrat und der Vorsitzende des Kultur-und Heimatvereins QLB e.V..

 

In der Einladung, die die Kreisvolkshochschule dazu verschickt hatte, heißt es: „Schauspiele am Himmelszelt - oft nicht mal mit bloßem Auge zu erkennen - werden durch die Linse der Astrofotografen plötzlich sichtbar.
In den letzten Jahren fingen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft fantastische Aufnahmen von Sonne, Mond und Sternen ein. Lichtspiele, Schattenwürfe und Farbwechsel - wissenschaftlich festgehalten oder mit einem Augenzwinkern gestaltet.
Die 33 ausgestellten Fotografien sind zumeist hier in der Region entstanden und zeigen einen spannenden Querschnitt der Wissenschaft von den Gestirnen und dem Schaffen der Arbeitsgemeinschaft, die 1975 gegründet wurde“. 

--> Bilder von der Ausstellungseröffnung

 

Beispielbilder anklicken:

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