Arbeitsgemeinschaft Astronomie und Raumfahrt

Geschichte der AG "Astronomie und Raumfahrt"

In der aktuellen Ausgabe der "Quedlinburger Annalen", des heimatkundlichen Jahrbuchs für Stadt und Region 17. Jahrgang 2016/17, ist die Geschichte unserer Arbeitsgemeinschaft "Astronomie und Raumfahrt" im Kultur-und Heimatverein Quedlinburg e.V. auf den Seiten 87 bis 97 ausführlich beschrieben.

Jahresbericht 2016

Jahresbericht der Arbeitsgemeinschaft „Astronomie und Raumfahrt Quedlinburg“ 2016

Das Jahr 2016 war geprägt von vielen Aktivitäten unterschiedlichster Art.

Acht thematische Vorträge (siehe Jahresplan), die wir der Öffentlichkeit im Einsteinraum der Kreisvolkshochschule angeboten haben, wurden von insgesamt 24 Gästen genutzt, um sich zu informieren und mit uns über astronomische Dinge zu diskutieren. Darüber hinaus waren drei Mitglieder mit Vorträgen zur Astronomie und deren Randgebieten in Wien, Magdeburg, Sangerhausen, Todtenrode, Kirchheim, Westerhausen, Wegeleben und im Seniorenzentrum „AZURIT“ präsent.

Die öffentlichen Beobachtungen stießen wie jedes Jahr auf großen Zuspruch.

Seit Jahresbeginn gehören wir zum erweiterten Redaktionskollegium der „sternzeit“, einer Zeitschrift astronomischer Vereinigungen aus ganz Deutschland.

Die Zusammenarbeit mit den Schulen der Stadt und der Region beschränkte sich 2016 nur auf die evangelische Sekundarschule in Hedersleben. Dort haben wir mit den SchülerInnen eine Sonnenbeobachtung mit dem LUNT und eine abendliche Beobachtung durchgeführt.

In der Kinderstadt „Andershausen“ waren wir vier Tage mit zwei Teleskopen und einem Film über das Planetensystem präsent. Insgesamt waren etwa 80 Kinder und einige Erwachsene an unserem Stand, um Sonnenflecken zu beobachten bzw. sich über die Planeten zu informieren.

Der Höhepunkt des Jahres war zweifellos der Merkur-Transit. Bei strahlendem Sonnenschein verfolgten wir am 9. Mai mit zahlreichen Gästen auf dem Gelände der Sternwarte dieses seltene Schauspiel. Da wir mehrere Teleskope aufgestellt hatten, gab es kein Gedränge bei den Beobachtungen.

Die Wahrnehmung unserer Tätigkeit in der Öffentlichkeit wurde durch die Presse, das Amtsblatt und das lokale Fernsehen auch im letzten Jahr unterstützt. So erschienen in der „MZ“ ein großer Beitrag über „40 Jahre AG Astronomie und Raumfahrt“ und die monatlichen Beiträge zu den aktuellen Himmelsschauspielen, sowie im „VdS-Journal“ ein Foto der von uns beobachteten Mondfinsternis.

Kleine und große Exkursionen und Fortbildungen führten unsere Mitglieder nach Spanien, Drebach, Jena, Kirchheim, Sonneberg, Herzberg, Todtenrode, Sölden, zum Kamelfelsen, auf den Vogelsberg, den Brocken und ins Selketal. Eine besondere Exkursion war die Reise eines Mitgliedes nach Kaluga, um das berühmte Ziolkowski - und Raumfahrtmuseum zu besuchen.

Die Sternfreunde aus Aschersleben haben zum Sachsen-Anhalt-Tag in Sangerhausen mit einem sehr gut besuchten Informationsstand über unsere Zusammenarbeit berichten können, und die Astronomiestandorte Quedlinburg und Aschersleben als Einheit präsentiert.

„Ein Fliegenpilz am Himmel“ heißt die kleine Dokumentation, die wir der Fachgruppe Mykologie im KHV Quedlinburg zu ihrer diesjährigen Pilzausstellung überreicht haben.

Mit einer Collage zum „Stern von Quedlinburg“ haben wir den Sternfreunden Aschersleben unsere Glückwünsche zum 40jährigen Bestehen überbracht.

Dem Ziel, auf dem Strohberg eine Volks-und Schulsternwarte zu errichten, sind wir auch ein gutes Stück näher gekommen. Die Mitglieder haben in zahlreichen Arbeitseinsätzen Enormes geleistet, damit das Objekt im Jahr 2017 offiziell eingeweiht werden kann.

Merkurtransit am 9. Mai 2016

Wie der Merkur vor der Sonne vorbeizog

Der Merkurtransit am 9. Mai wird das wichtigste Himmelsereignis in diesem Jahr bleiben. Dehalb machten wir in der lokalen Presse auf den Transit aufmerksam und luden Interessenten zur Beobachtung auf das Gelände unserer zukünftigen Sternwarte ein. Die fünf Teleskope ermöglichten zeitgleich Beobachtungen im Weiß- und H-Alpha-Licht. Ein Telementor war mit einem Chromfilter versehen. Die Spannung war auf dem Höhepunkt, als pünktlich um 13.13. Uhr das Merkurscheibchen in den Sonnenrand eintrat. Der makellose Sonnenschein erlaubte uns eine kontinuierliche Beobachtung bis kurz nach 20 Uhr. Danach versperrten die Bäume auf dem Nachbargrundstück uns die Sicht auf den Austritt des Merkurs am rechten unteren Sonnenrand.

Wilfried Lassak

2015 - ein interessantes und vielseitiges Jahr für die AG Astronomie und Raumfahrt

Die 22 Mitglieder blicken auf ein Jahr mit sieben Höhepunkten zurück.

Es begann am 20. März mit der partiellen Sonnenfinsternis. In Absprache mit den Astronomielehrern von vier Schulen aus der Region waren wir mit unseren Geräten und Sonnenfiltern vor Ort, um bei der Beobachtung des imposanten Schauspiels behilflich zu sein. Da wir auch die Anwohner der Schulen dazu einluden, haben wir insgesamt über 2000 SchülerInnen und Gästen diesen An-und Durchblick bei wolkenlosem Himmel ermöglichen können.

Ende März hatten wir die Gelegenheit, mit Dr. Sigmund Jähn ein längeres Gespräch zu führen. Vor seinem Vortrag „Rückblick ins Weltall“ in der Begegnungsstätte Barleben konnten wir uns mit ihm u.a. über seine Besuche in der POS Sigmund Jähn Hedersleben unterhalten und überreichten ihm verschiedene Fotos von der Jugendweihefeier 1984, zu der er die Festrede gehalten hatte.

Im Mai bekamen wir von der Sparkasse die Möglichkeit, in der Turnstraße eine Ausstellung von 20 großformatigen Astrofotos einzurichten. Auf lange Zeit werden wir diese großzügige Gelegenheit nutzen können, um mit aktuellen Bildern den Besuchern einen Einblick in unsere Arbeit zu ermöglichen.

Im Juli hatten wir erstmalig ein Angebot, dass sich unsere AG mit ihren Sonnenteleskopen eine Woche lang in der „Kinderstadt Andershausen“ präsentieren kann. Diese Ferienaktion wurde vom Verein Ökogarten organisiert und fand besonders großes Interesse bei den Grundschülern der Stadt auf der Suche nach Sonnenflecken.

Am 28. September schob sich der Vollmond in den frühen Morgenstunden so in den Schatten der Erde, dass er total verdunkelt wurde. Wegen des wolkenlosen Himmels hatten wir optimale Beobachtungsbedingungen und einen Vollmonduntergang hinter dem Brocken.

Zum 5. Oktober luden wir aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaft „Astronomie und Raumfahrt“ im Kultur-und Heimatverein Quedlinburg in die Aula des Bildungshauses Carl-Ritter ein. Den zahlreichen Gästen boten wir einen Überblick über unsere umfangreiche Arbeit, informierten über das Sternwartenprojekt und hatten Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Premiere des Films „Der bewegte Himmel“.

Diese festliche Veranstaltung nutzten wir, um Hartmut Wahl die Ehrenmitgliedschaft in unserer Arbeitsgemeinschaft zu verleihen. Herr Wahl gehört zu den längsten und aktivsten Mitgliedern und hatte 1978 den ersten konkreten Plan zum Bau einer astronomischen Beobachtungsstation auf der heutigen Bansi-Sekundarschule Quedlinburg. Trotz seines angegriffenen Gesundheitszustandes ist sein Interesse an unserer Arbeit ungebrochen.

Und, last not least, seit dem 9. Dezember befinden sich auf dem Gebäude der zukünftigen Sternwarte ein neuer Dachstuhl und die Beobachtungskuppel. Mit dieser Aktion ist ein Riesenschritt auf dem Weg zur Errichtung der Volks-und Schulsternwarte getan.

Nicht unerwähnt bleiben sollen die zahlreichen öffentlichen Beobachtungen, die Exkursionen zu anderen Sternwarten, die Teilnahme an astronomischen Veranstaltungen und die Ausrichtung von insgesamt 14 Vorträgen in Quedlinburg, im Harzkreis und über die Landesgrenzen hinaus.

Wir Hobbyastronomen ziehen eine Bilanz, mit der wir sehr zufrieden sind. Seit vielen Jahren ist unsere Gruppe ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Lebens in und um Quedlinburg.

 

Wilfried Lassak

Vorsitzender der AG

Festveranstaltung zu 40 Jahre AG "Astronomie und Raumfahrt"

Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens unserer Arbeitsgemeinschaft luden wir zu einer kleinen Feier am 5. Oktober in die Aula des Bildungshauses Carl-Ritter ein.
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Wir gaben den etwa 80 Gästen einen Überblick über 40 Jahre interessanter astronomischer Arbeit und informierten sie über den Stand des Sternwartenprojektes.
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Den Höhepunkt unserer Veranstaltung bildete die Premiere des Films "Der bewegte Himmel", der ein interessantes Novum für unser Publikum war.
Der Film entstand durch die professionelle Arbeit von Mitgliedern der Astronomischen Gesellschaft Magdeburg und einem Luftbildreporter aus Gernrode.