Pilze aktuell – Mai 2019

Maipilz (Calocybe gambosa)

Maipilz
Maipilz (Bild: E. Zidek)

Der Maipilz, auch Mai - oder Georgsritterling genannt, macht auch in diesem Jahr seinem Namen wieder alle Ehre – er ist jetzt Anfang Mai bei uns hier im Landkreis bereits zu finden.

Der Maipilz bildet fleischige Fruchtkörper, die Hüte sind weiß- bis cremefarben mit einem Durchmesser von 3 bis 10 cm. Die Lamellen stehen dich gedrängt; auch der weiß gefärbte Stiel hat eine feste Konsistenz. Neben diesen Merkmalen ist der mehlartige Geruch des Pilzes ein typisches Erkennungsmerkmal.

Der Maipilz ist standorttreu; er kommt oft in großen Familienverbänden auf Weiden, Streuobstwiesen, Parks und grasigen Stellen in unseren Wäldern vor. Seine Fundstellen sollte man sich also für das nächste Jahr gut merken! Erscheinungszeit: Ende April bis Anfang Juli, Nachzügler manchmal noch später.

Der Maipilz ist ein guter Speisepilz. Neben den allgemein bekannten Zubereitungsarten ist der Maipilz gedünstet als Pilzsalat zubereitet sehr zu empfehlen.

Doch Vorsicht: Es besteht Verwechslungsgefahr mit dem tödlich giftigen Ziegelroten Risspilz, mit ähnlich giftigen weißen Trichterlingen und dem ebenfalls stark giftigen Riesen-Rötling. Im Zweifelsfall sollte eine Pilzberatungsstelle aufgesucht werden.

Pilze aktuell – April 2019

Anemonenbecherling (Dumontinia tuberosa)

Anemonenbecherling
Anemonenbecherling (Bild: E. Zidek)

Zur Blütezeit der Buschwindröschen kann man hier in unseren Laubwäldern unmittelbar neben den Buschwindröschen mit etwas Glück den hübsch anzusehenden kleinen  Anemonenbecherling finden. Der Durchmesser des braunen becherförmigen Fruchtkörpers ist selten größer als 2 cm. Der dünne  Stiel kann bis 10 cm lang werden. Dieser früh im Jahr, im April, wachsende Becherling lebt parasitisch an Windröschen, daher auch der deutsche Name Anemonenbecherling. Der Pilz ist ungenießbar.

Auch in diesem Jahr sind  bereits wieder die Fruchtkörper des genannten Pilzes zu finden. Davon konnten sich die Mitglieder der Fachgruppe Mykologie anlässlich einer Exkursion am 06.04.2019 im Unterharz überzeugen.

Pilze aktuell – März 2019

Böhmische Verpel oder Runzelverpel (Verpa bohemica)

Bild: E. Zidek

Bereits Ende März kann der aufmerksame Pilzsucher nach der Winterruhe im Pilzwald einen ersten größeren frisch gewachsenen Pilz finden. Es könnte sich hierbei um die Böhmische Verpel, auch Runzelverpel genannt, handeln. Der seltene Pilz kommt bei uns hier im Harzvorland vor, ist jedoch gar nicht so leicht zu finden. Er verbirgt  sich gern unter Gebüschen im Au- und Niederwald. Beim Betrachten des Pilzes wird schnell klar, dass er mit den begehrten Speisemorcheln eng verwandt ist. Der mit Längs-und Querrippen versehene braune Hut ist nur an der Spitze des Pilzstiels angewachsen. Dieser kann bis 15 cm lang werden und ist weiß und hohl. Der deutsche Name Runzelverpel weist auf die runzelige Beschaffenheit des Hutes hin. Obwohl der Pilz essbar ist, sollte er aufgrund seiner Seltenheit geschont werden.

Pilze aktuell – Februar 2019

In loser Folge stellt die Fachgruppe Pilzarten vor, die aktuell zu finden bzw. von allgemeinem Interesse sind.

Samtfußrübling (Flammulina velutipes)

Samtfußrübling
Bild: Werner Wandelt

Mit etwas Glück findet man in unseren Laubwäldern im Harz jetzt noch den sehr hübsch anzuschauenden und auch wohlschmeckenden Samtfußrübling (Flammulina velutipes). Fundzeit: Oktober bis März. Der Pilz wächst meist büschelig vorwiegend an Totholz, aber auch an verletzten Stellen von Laubbäumen und fällt durch seine gelb bis blass-rotgelb leuchtenden Hüte schon von weitem auf. Diese haben einen Durchmesse von 2 bis 5 cm. Neben den kräftig gefärbten, klebrigen oder schleimigen Hüten sind die unteren samtfilzigen und dunkelbraunen Bereiche des Stiels die Haupterkennungsmerkmale des Pilzes. Der deutsche Pilznahme nimmt Bezug auf diese Ausprägung des Stiels.

Pilzausstellung 2018 in Quedlinburg - mit Vorbehalt

Die Pilzausstellung 2018 der Fachgruppe Mykologie im Kultur- und Heimatverein Quedlinburg soll am 6. und 7. Oktober 2018 stattfinden.

Dabei gilt der Vorbehalt, dass ausreichende Niederschläge ein entsprechendes Pilzwachstum ermöglichen.

Ausstellungsort ist der Galerieraum des „Weißen Engel“ in der Langen Gasse 33 in Quedlinburg – direkt neben dem innerstädtischen Parkplatz in der Carl-Ritter- Straße. Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Die Bestimmung mitgebrachter unbekannter oder nicht sicher bestimmbarer Pilze durch die Pilzberater der Fachgruppe kann gern in Anspruch genommen werden.