Geastrum corollinum - Zitzenerdstern

Hier handelt es sich um einen sehr seltenen Erdstern. Wir haben derzeit einen einzigen Standort südlich von Quedlinburg. Die Pilze wachsen auf einer Südseite unter Kiefer und Holunder auf tiefgründigen Kalksandstein.

 

Die Art ist makroskopisch gekennzeichnet durch sein voll hygrometrisches Verhalten, fimbriaten Peristoms und des schwach bis mäßig ausgeprägten Hofes. Ähnliche Erdsterne sind Geastrum hungaricum (hier noch nicht nachgewiesen) sowie Geastrum floriforme (Blumenerdstern)

 

Vermessung der Sporen

 

Mikroskopisch ist die Art gekennzeichnet durch die kleinen, aber stark ornamierten Sporen und die Stärke der Capillitiumfasern (bis max 9µm)

 

Hier noch eine bildhafte Erklärung des hygrometrischen Verhaltens:

 

bei Trockenheit schließen sich die Fruchtkörper vollständig (vollhygrometrisch), und wenn sie befeuchtet werden, öffnen sie sich.

 

Alle Fotos: Hartmut Schubert

Literatur:
Dörfelt: Die Erdsterne
Sarasini: Gasteromiceti epigei