Die Interessengemeinschaft Ornithologie und Naturschutz

Winterlingblüte im Naturschutzgebiet "Steinholz"

Winterlingblüte im Quedlinburger Naturschutzgebiet Steinholz

Dem Quedlinburger Naturschutzgebiet Steinholz ist am östlichen Ende der Petersberg vorgelagert. Auf der Südseite dieses Sandsteinberges entlang führt ein mit Linden bestandener Fahrweg direkt zum Anfang des Steinholzes. Wegen ihrer Schönheit wurde diese Lindenallee als Naturdenkmal unter Schutz gestellt. Alle Bäume dieser Anpflanzung weisen eine Besonderheit auf: Am Stamm - vor allem im unteren Stammbereich -bilden sich große, mit dicker brockiger Rinde bedeckte Aufwölbungen, die die Lebenskraft der Bäume offensichtlich nicht beeinträchtigen, üblicherweise in dieser Form bei Linden aber nicht zu finden sind. Eine Abzweigung des Fahrweges führt zwischen Petersberg und Steinholz und den hier befindlichen sehr großen Steinbrüchen auf die Nordseite des Steinholzes. Geht man hier zunächst über unbewaldete Flächen bis auf die bewaldete Höhe hinauf, so ist hier in der Nähe der Steinbruchkante mitten im Wald ein Fläche mit einem dichten Bestand von Winterling (Eranthis hyemalis) zu finden. Die Blühfläche dürfte rund 20 m² groß sein. Der Winterling ist nicht einheimisch. Das Vorkommen existiert hier schon viele Jahre. Wie es entstanden ist, ist nicht bekannt. Das zunächst nur kleine Vorkommen hat sich im Lauf der Jahre beachtlich ausgedehnt. In der Frühlingssonne bietet es einen unerwarteten, prächtigen Anblick. Der beeindruckende Flächenzuwachs dürfte seine Ursache darin haben, dass die Winter milder geworden sind und die empfindlichen Sämlinge in viel größerer Anzahl als früher überleben. Die gleiche Ausbreitungstendenz ist an vielen anderen Standorten zu beobachten, in Gärten, in Parkanlagen und in der Natur dort, wo offensichtlich mit Gartenabfällen unbeabsichtigt Samen verbreitet wurden.

Die naturgeschützte Lindenalle

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 Linde am Steinholz

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Winterlingblüte im Steinholz

P1330600 k Winterlingblte