Der Trauer-Rosenkäfer ist in Quedlinburg angekommen

Der Trauer-Rosenkäfer - Ein weiteres Indiz für den fortschreitenden Klimawandel!

Der Trauer-Rosenkäfer lebte bisher in den Ländern rund um das Mittelmeer. Im letzten Jahrzehnt begann der Käfer eine enorm schnelle expansive Verbreitung nach Norden und ist nun auch in unserer Gegend zu finden. Sein deutscher Name bezieht sich auf die schwarze, schwach metallisch glänzende Färbung, sein wissenschaftlicher Name ist Oxythyrea funesta (PODA, 1761).

Die Käfer werden  8 bis 12 mm groß. Charakteristisch sind die symmetrisch angeordneten weißen Flecke auf dem Halsschild und den Flügeldecken sowie die dichte, lang abstehende, helle Behaarung auf der Oberseite.

Die Käfer leben bevorzugt an Waldrändern, blütenreichen Wiesen, auf Trocken- und Magerrasen. Sie ernähren sich von Blütenpollen unterschiedlichster Pflanzen. Häufig fressen sie an Korbblüten- und Doldengewächse. In deren Blüten sind sie oftmals tief eingegraben zu finden.

Der Entwicklungszyklus dauert ein Jahr. Die Weibchen legen die Eier in den Boden. Die Larven fressen an Wurzeln verschiedener Pflanzen und verpuppen sich im Herbst. Die Käfer überwintern im Kokon, der aus Erde und abgestorbenen Pflanzenteilen besteht. Sie erscheinen dann im Frühsommer, mitunter schon ab April.

Zuerst wurde diese Art in Südwestdeutschland und ab 1994 auch im Raum Dresden nachgewiesen. Nun ist diese Art auch in der näheren Umgebung von Quedlinburg angekommen und konnte hier im Mai 2021 auf Frühlings-Greiskraut Senecio vernalis und Ackersenf Sinapis arvensis in Anzahl beobachtet werden.

Bild 1: Ein Pärchen des Trauer-Rosenkäfers

Bild 2: Der Trauer-Rosenkäfer

Bildautor: Dr. E. Schliephake