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Schon mal gehört vom SAW ?

(Beitrag zur Serie: Schon mal gehört von… ?)

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Luftbildaufnahme des SAW, schon mit Überbauten aus den 1990er Jahren (Foto J. Meusel)

 

Nein, die Abkürzung steht weder für einen Radiosender noch für so etwas wie

„Sozialistisches Aufbau-Werk“ der DDR.

Es handelt sich um die im Sprachgebrauch unter Kollegen gängige Abkürzung für das Saatgutaufbereitungswerk im Neinstedter Feldweg in Quedlinburg.

Es wurde im Rahmen eines breitangelegten Investitionsprogramms für die Saatgutwirtschaft der DDR Mitte der 1970er Jahre durch den VEB Saat- und Pflanzgut - gartenbauliche Kulturpflanzenarten - Quedlinburg erbaut. Es verfügte über eine Kapazität für 10.000 t Erbsen- und 3.000 t Bohnensaatgut pro Saison. Damit sollte die auf viele verschiedene Speicher in und um Quedlinburg verteilte Erfassung und Reinigung der Hülsenfrüchte konzentriert und die Schlagkraft bei der Saatgutbereitstellung deutlich erhöht werden. Mit seinen neuen Anlagen für die Reinigung, Trocknung, Lagerung und Auslieferung des Saatgutes verfügte das SAW über modernste Technik. Dafür wurden nicht nur die bekannten Reinigungsmaschinen von Petkus Wutha in der DDR eingesetzt, sondern sogar Sonderimporte aus dem Nichtsozialistischen Wirtschaftsgebiet (NSW) durchgeführt.

Einige unserer früheren Kollegen werden sich vielleicht gerade jetzt, nach diesem seit langem mal wieder etwas strengeren Winter an die Ausnahmesituation kurz vor endgültiger Fertigstellung der Lagerhallen des neuen SAW im Winter 1978/79 erinnern. Ein großer Teil des Saatgutes befand sich damals nach der Ernte noch in der für die Zwischenlagerung errichteten Traglufthalle. Mit dem Wintereinbruch fiel zuerst  die Stromzufuhr aus, und die Dieselmotoren der Notstromaggregate versagten wenig später ihren Dienst. Die Hülle der Traglufthalle begann zusammenzufallen. Tausenden Tonnen wertvollen Saatgutes drohte der Verlust. In einer einmaligen Kraftanstrengung sicherten die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der gemeinsamen Freiwilligen Feuerwehr des Institutes und des VEB und alle irgendwie einsetzbaren männlichen Kollegen bei eisigen Witterungsbedingungen das Saatgut. Sogar Hubschrauberpiloten der benachbarten sowjetischen Garnison in Ditfurt kamen zu Hilfe. Die Propeller ihrer Helikopter bliesen den Schnee von der Dachhaut der Traglufthalle, verringerten so die Schneelast und vermieden den endgültigen Zusammenbruch. So konnte das Saatgut erst einmal provisorisch gesichert werden und im Anschluss auch die Traglufthalle relativ schnell wieder aufgerichtet werden. Damit wurde größerer Schaden vermieden und das wertvolle Saatgut für Bevölkerung und Export konnte wie geplant im Frühjahr ausgeliefert werden.

SAW Traglufthalle 2

Innenansicht Traglufthalle mit Saatgut (Foto M. Robra)

Soweit dem Verfasser bekannt, gab es in diesem extremen Winter bei allen damals noch in Nutzung befindlichen alten Saatgutspeichern des VEB und des VEG(S) August Bebel trotz einer enormen Schneelast keine Schäden an deren Dächern.

Das ist sicherlich einmal der äußerst soliden Bauweise dieser Lagerhäuser zuzuschreiben, zudem aber auch der jährlich im Herbst mit großer Sorgfalt durchgeführten „Woche der Winterfestmachung“ oder „Winterbereitschaft“.

Vor diesem Hintergrund auch ein schöner Erfolg, dass durch die Bemühungen des Leiters der Kreisdenkmalsbehörde, Dr. Oliver Schlegel, kürzlich erste Schritte zur Sicherung des historischen Saatgutspeichers auf dem Moorhof in Quedlinburg unternommen worden sind.

Gelände und Anlagen  des SAW im Neinstedter Feldweg wurden nach der Wende von den Nachfolgefirmen des VEB Saat- und Pflanzgut nur noch kurze Zeit für Saatgutreinigung und -lagerung genutzt und anschließend verkauft.  Heute haben dort nach entsprechenden Umbauten mehrere Technikfirmen ihre Heimstatt gefunden.

 

Autor: Hartmut Klein (damals Abt.ltr. Export) unter Verwendung von Angaben von K. Hübner, ehemaliger Direktor des VEB Saat- und Pflanzgut Quedlinburg

Schon mal gehört von Eva Pauly?

Schon mal gehört von ... ?

Unter diesem Motto beginnen wir mit einer neuen Serie auf unserer Website.

Wir möchten in lockerer Abfolge in einem jeweils kleinen Beitrag über Persönlichkeiten und Orte,  vielleicht auch Ereignisse berichten, die in der Quedlinburger Saatgutgeschichte ein bedeutende Rolle gespielt haben oder auch nur als Mosaiksteinchen dazu gehörten. Bei den Personen möchten wir uns dabei bewusst vor allem den „Menschen in der zweiten Reihe“ zuwenden. Über die Begründer der bedeutenden Quedlinburger Saatzuchtdynastien oder die leitenden Züchter ist nämlich schon so oft berichtet worden. Aber die Erfolgsgeschichte des Quedlinburger Samenbaus über die Jahrhunderte hinweg beruhte in großem Maße auf der fleißigen Arbeit und kreativen Ideen der vielen MitarbeiterInnen in den Zucht- und Handelsbereichen, in den Gärten, Feldern und Speichern. Diese möchten wir hier würdigen. Unser Historiker und Autor Rolf Bielau wird dafür weiter in dem Riesenfundus an Dokumenten recherchieren.

Gern nehmen wir aber auch die Anregungen der Besucher unserer website dafür entgegen. Wenn Sie uns z.B. aus eigener Erinnerung an Ihr Berufsleben Hinweise geben können zu Kollegen, die sich durch ihre Integrität, Kompetenz und besondere Einsatzbereitschaft bleibende Verdienste um die Entwicklung des Institutes oder Saatgutunternehmens als solches, oder auch nur ihrer Abteilung erworben haben, dann senden Sie uns diesbezügliche Vorschläge. Entweder schon den Beitrag selber, aber mindestens ein paar Angaben zur Biografie und zum Arbeitsbereich dieser Züchter, Wissenschaftler, Handelsmitarbeiter, Gärtner oder Arbeiter auf den Speichern. Wenn es dazu auch Fotos gäbe, wäre das natürlich ideal.  Oder Sie rufen uns an und bitten ein Mitglied unserer Interessengemeinschaft zum Interview.

Dasselbe gilt für Orte (Gebäude, Zuchtgärten u.ä.) und Ereignisse aus den verschiedensten Epochen der Saatzuchtgeschichte in der Region, über die lange nicht mehr berichtet worden ist, und die man endlich wieder mal wieder in die Erinnerung bringen möchte.

Melden Sie sich bitte dazu.

 

Lassen Sie unsere Serie beginnen mit: 

 

Eva Pauly

24 Frau Eva Pauly

Eva Pauly (1905 bis 1989) wurde in Recklinghausen geboren und verlebte ihre Jugendzeit in Reideburg bei Halle. Ihre Lehre absolvierte sie im Botanischen Garten der Universität Halle/Saale.

In den 1930er Jahren entwickelte sie gemeinsam mit dem aus Quedlinburg kommenden ehemaligen Saatzuchtleiter bei Gebr. Dippe und nun Direktor des Instituts für Vererbungsforschung in Berlin-Dahlem Prof. Hans Kappert eine Zuchtmethode zur Frühselektion von „allgefüllten“ Levkojen. Nach ihrer Berliner Zeit kam sie 1939 nach Quedlinburg. Sie begann bei Rudolf Schreiber & Söhne und arbeitete dort gemeinsam mit Friedrich Fabig in der Züchtung. Anschließend war sie ab 1947 bis zur Pensionierung im Institut für Pflanzenzüchtung tätig.

Eva Pauly avancierte in dieser Zeit zur erfolgreichsten Blumenzüchterin in Quedlinburg. Sie schuf zwischen 1939 und 1967 insgesamt 73 Blumensorten, vor allem bei Levkojen (43), Löwenmaul, Sommerastern, Petunien und Stiefmütterchen. Es ist Eva Pauly und ihren MitarbeiterInnen zu verdanken, das sich neben Erfurt auch in Quedlinburg die Tradition der Blumenzüchtung fortsetzen konnte.

 

Autor: Dr. Rolf Bielau, unter Verwendung einer Publikation von Dr. M. Stein

Die IG Saatguttradition in Corona-Zeiten

Jahresrückblick 2020

Was für ein Jahr liegt hinter uns – brrrr!

Es gab so viele schöne Pläne. Neue Arbeitsprojekte, und endlich wollten wir uns auch einmal die Zeit für ein paar Unternehmungen gönnen, die einfach nur Spaß machen und eben „das Salz in der Vereinssuppe“ sind.

Aber dann kam unversehens COVID 19 und hat uns einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Sehr schade, aber trotzdem wollen wir nicht klagen. Mit unseren selbst gewählten Vereinsprojekten, im Behördendeutsch wären das „freiwillige Aufgaben“, unserem überwiegenden Status als Rentner mit regelmäßigem Einkommen und genug Interessen, denen man auch einzeln oder in kleineren Gruppen nachgehen kann, waren und sind wir so ziemlich auf der sicheren Seite. Nicht zu vergleichen mit den Sorgen, die jetzt Arbeitnehmer, Selbstständige, Mitarbeiter und Verantwortungsträger z.B. in Kliniken, Schulen, Kitas, Unternehmen und Behörden oder junge Eltern zu Hause haben. Oder aber die Erkrankten selber. Wollen wir also hoffen, dass die Medizin mit den Impfungen, die Vorsichtsmaßnahmen der Behörden und die Vernunft der Bürger letztendlich zur Eindämmung und Überwindung der Pandemie führen werden. Mit der dann neuen Normalität werden wir sicherlich genug anzufangen wissen.

Erstaunlich, dass das Vereinsleben trotzdem weitergegangen ist und wir doch Einiges auf die Beine gestellt haben. Realistischerweise haben wir uns dabei auf die Fortführung angefangener Projekte konzentriert, und haben diese meist in kleinem Kreise vorangetrieben.

Für diejenigen von uns, die daran situationsbedingt nicht so wie gewohnt teilnehmen konnten, sowie für Interessierte außerhalb unserer IG dazu nachfolgend ein kleiner, sicherlich nicht vollständiger Überblick.

 

Quedlinburger Züchterpfad – unser Hauptprojekt 2020 und 2021

Die dazu erforderlichen Beschlüsse und Genehmigungen (zur Gestaltung der Zentralinsel / Einzelstandorte) haben den Stadtrat und die beteiligten Behörden passiert; der Antragswust zu den Fördermitteln wurde bewältigt, das Sponsoring zu einem guten Ende gebracht, so dass mit der Bewilligung des Landesverwaltungsamtes Ende August endlich mit der Realisierung des Projektes begonnen werden konnte. Vielen Dank an Rolf Bielau als Initiator und Autor, an die mit Rat zu Text und Design beteiligten Mitglieder unserer Gruppe, an die Stadtverwaltung (vor allem an Herrn Schmelz) und Untere Denkmalsbehörde (Dr. Schlegel) für ihre konstruktive Unterstützung im Genehmigungsverfahren sowie an das von uns beauftragte design office( Frau Zentner) für das Verständnis und den Langmut im zähen Beantragungsprozess. Inzwischen wurde diese erste Etappe mit allen konzeptionellen Arbeiten (Designentwürfe, Texte, Bildauswahl) durch das design office und uns abgeschlossen.

 

Züchterpfad Tafel Zentralinsel

 

 

Ausstellungen zur Geschichte bedeutender Samenzüchterfamilien

Nach dem großen Anklang für die Dippe-Schau Ende 2019 in der Harzsparkasse, Filiale Turnstraße, sind wir mit ihr zum Julius Kühn-Institut auf den Moorberg umgezogen und haben sie dort noch bis Ende Februar 2020 gezeigt (s. gesonderten Beitrag). Der Erfolg hatte Lust auf mehr gemacht. So wurde gemeinsam mit der Berufsschule J.P.C. Heinrich Mette das Vorhaben ins Auge gefasst zu einer Ausstellung über die Geschichte der Firma Heinrich Mette, der nach Dippe nächstbedeutenden Quedlinburger Samenzüchterdynastie im 19. und 20. Jahrhundert. Das Ausstellungsprojekt wird unterstützt vom Förderverein der Berufsschule, vom Traditionskreis H. Mette (Familie Braem als Nachfahren Mettes) sowie der Bürgerstiftung Quedlinburg.

Herr Seifert, der Lehrer der Designklasse der Berufsschule, hat wie beim Vorprojekt natürlich wieder den Hauptteil der Designarbeiten zu leisten. Matthias Stier und Rolf Bielau haben dazu viel Material zusammengetragen, Sylvia Plaschil die Verbindung zur Bürgerstiftung hinsichtlich des Sponsorings hergestellt. Ihnen allen der Dank unserer Gruppe.

Leider wird es bis zum Ende der pandemiebedingten Einschränkungen zunächst einmal im Projektstatus bleiben.

 

Mitteldeutsche Tomatentage in Aschersleben und Neugattersleben

Glücklicherweise fielen diese beiden Traditionsereignisse in das kurze Zeitfenster der Lockerung der Pandemieeindämmungsmaßnahmen im August. Rolf Bielau hat wieder maßgeblich bei der Auswahl der Sorten für den Demonstrationsanbau unterstützt sowie Vorträge gehalten. Unsere IG hat außerdem bei der Erstellung der Broschüre zur Sortenschau geholfen.

 

Tomatentag 2020 in Aschersleben

 

Ein Jubiläum

Im August wurde unser IG-Mitglied Christoph Kleinhanns 80 Jahre alt. Wir haben uns in die große Schar der Gratulanten eingereiht. Wir alle schätzen ihn sehr als Menschen und Kollegen. Viele von uns wissen noch sehr gut über Christophs züchterische Erfolge in Eisleben und Quedlinburg genauso wie um seine Verdienste und Einfühlsamkeit bei der Leitung der Zuchtarbeit in den verschiedenen Stationen seiner Berufslaufbahn. Bleib gesund, Christoph, und stehe uns noch viele Jahre mit Deinem klugen Rat und Deinem Kommunikationszentrum in der Galerie Sonnenschein zur Seite.

 

Zusammenarbeit mit dem Ökogarten Quedlinburg

Wir sind mehrmals mit den Vertretern des Ökogartens zusammengekommen, um die Fortsetzung der 2019 begonnenen Zusammenarbeit zu beraten. Dabei ist die Idee eines „Erlebniszentrums Saatgut“ entstanden. Dieses würde die lebendige Vermittlung von Kenntnissen und Praktiken bei Züchtung und Saatgutproduktion an Kinder und Schüler ermöglichen. Wir freuen uns sehr, dass es inzwischen einen Beschluss des Stadtrates Quedlinburg gibt, der die Errichtung eines Neubaus für den Ökogarten an diesem Standort unterstützt. Wir würden uns sehr freuen, wenn das Erlebniszentrum als gemeinsames Projekt dort eine Heimstatt finden könnte. Ein Dankeschön an Christian Schickardt für die Herstellung der Verbindungen zum Ökogartenvorstand, zum Stadtrat und zu den Baubehörden. Auch sehr schön, dass unsere Mitglieder Dagmar Graf und Brigitte Finger schon fleißig an der Zusammenstellung unserer Samenmusterkollektion arbeiten. Diese kann später im Erlebniszentrum eine wichtige Rolle bei der Wissensvermittlung spielen, und vorher auch schon für Ausstellungszwecke genutzt werden. Vielen Dank auch an Euch.

 

Samenkollektion

 

Diskussion um Erwin Baur

In der Presse wurde eine Diskussion um Erwin Baur als Namensgeber für eine Straße in unserer Stadt begonnen, die dann mit einiger Heftigkeit in der Öffentlichkeit und im Stadtrat fortgeführt wurde. Dabei ging es um mögliche Berührungspunkte im Schaffen Erwin Baurs mit der NS-Rassenideologie. Rolf Bielau hat dazu für den Stadtrat Informationen zur Biografie und bisherigen Rezeption des Werkes Baurs´ aufbereitet. Diese haben sicherlich beigetragen, die Diskussion zu versachlichen und das Wirken und Äußerungen Erwin Baurs vor dem Hintergrund des damaligen Zeitgeistes zu sehen.

Im Ergebnis wird es in Anbetracht seiner Verdienste bei der Straßenbenennung bleiben, allerdings mit Zusatzinformation zu einer differenzierteren Beurteilung seines Schaffens.

 

Blühwiese auf dem Kleers

Wir haben die Initiative der BUND-Orts- und Kreisgruppe Quedlinburg zum Anlegen einer insektenfreundlichen Blühfläche auf der Kleerswiese nach besten Kräften fachlich und organisatorisch unterstützt.

Die Kollegen der Abt. Stadtgrün, Isabel Reuter vom BUND sowie Matthias Stier von unserer IG hatten alles perfekt für die Aussaat-Termin Anfang Oktober vorbereitet. Herzerfrischend, mit welcher Begeisterung die Grundschüler und KITA-Kinder ihre kleinen Kulturprogramme vorgetragen und unter der Anleitung von Matthias bei der Ansaat mitgearbeitet haben.

 

Rettung des historischen Saatgutspeichers auf dem Moorhof

Wir haben die Initiative des Leiters der Denkmalbehörde des Landkreises, Dr. Schlegel, unterstützt und dazu gemeinsam mit ihm eine Ortsbegehung auf dem Moorhofgelände durchgeführt. Beeindruckend, wie solide damals gebaut wurde und was an Vertrautem aus unserem Arbeitsleben wir dort noch vorgefunden haben. Sehr schön, dass wir kurz vor unserem Redaktionsschluss hier dazu noch die Nachricht erhalten habe, dass die Sicherungsarbeiten am Speicherdach begonnen haben. Gratulation an Dr. Schlegel zu dem, was er erreicht hat!

 

Luftbild Moorhof

 

Arbeit mit historischem Schriftgut

Rolf Bielau hat seine Sammlungs- und Archivierungsarbeiten fortgesetzt. So konnte er im Namen unserer IG Dokumentationen aus dem Besitz bzw. Nachlass unserer früheren Berufskollegen oder von Personen, die irgendwelche anderen Berührungspunkte zur jüngeren Saatzuchtgeschichte haben, entgegennehmen. Diese wurden nach Sichtung vereinbarungsgemäß an das Stadtarchiv übergeben. Zuchtdokumentationen der Quedlinburger Saatzuchtfirma ISP gingen an das Landesarchiv in Merseburg. Dank an die ISP und folgende Familien bzw. deren Verwandte / Nachfahren:

Fam. Robra, Quedlinburg; Familie Franke, Rieder; Familie Godisch, Quedlinburg; Fam. Noack, ehemals Himmelshof, jetzt Königs Wusterhausen. Und natürlich an Rolf für seine mühevolle Kleinarbeit damit.

 

Würdigung bedeutender Pflanzenzüchter auf den Quedlinburger Friedhöfen

Wer lange nicht mehr über die Quedlinburger Friedhöfe gegangen ist, sollte sich das ruhig mal wieder vornehmen und dabei mit dem Zentralfriedhof beginnen. Man wird aufmerksam werden, dass neuerdings an einigen Grabstätten Gedenkplaketten angebracht sind. Darauf werden in einem kurzen prägnanten Text die Verdienste der dort ruhenden bedeutenden Quedlinburger Bürger gewürdigt. Die erstaunlich hohe Anzahl an Pflanzenzüchtern oder Inhabern von Saatzuchtunternehmen unter diesen unterstreicht einmal mehr die historische Bedeutung des Samenbaus für unsere Stadt. Es ist eine angemessene Würdigung, die im wohltuenden Gegensatz zu der im Herbst in der Presse und im Stadtrat geführten Diskussion um Erwin Baur steht. Diese Maßnahme der Stadt- und Friedhofsverwaltung verdient unsere Anerkennung. Unser Mitglied Rolf Bielau ist mit seinen Vorschlägen und Textzuarbeiten maßgeblich daran beteiligt. Die Aktion ist noch nicht abgeschlossen und bedarf der Fortführung auf weiteren Friedhöfen der Stadt.

Es wäre schön, wenn diese Würdigung zusätzlich noch weiteren mit der Saatgutwirtschaft verbunden gewesenen und um sie verdient gewordenen Persönlichkeiten auf den Friedhöfen Quedlinburgs und seiner Ortsteile zu Teil werden würde.

 

Grabstelle Eheleute Fabig

 

 

Infotafel zu Dr. Friedrich Fabig, Schöpfer der Harzfeuer F1, des "Dauerbrenners" unter den Tomaten 

 

Ausblick auf 2021

Im ersten Halbjahr werden wir sicherlich erst einmal weiter mit „angezogener Handbremse“ agieren müssen. Deshalb wollen wir hier vor allem die angefangenen Projekte zu Ende führen.

Dies wären:

Mette-Ausstellung

Mit Herrn Seifert (Berufsschule) ist vereinbart, dass die Ausstellung zu dem auf voraussichtlich März/April verschobenem Tag der Offenen Tür fertig gestellt wird.

Danach werden wir sie wie schon vorher die Dippe-Ausstellung in der Filiale Turnstraße der Harzsparkasse zeigen (abgesprochen mit Herrn Albrecht, Filialleiter). Beides unter der Voraussetzung, dass die Fortschritte bei der Eindämmung der Pandemie dann auch wieder eine größere Öffentlichkeit erlauben.

 

Quedlinburger Züchterpfad

Unmittelbar bevorstehen Druck der Broschüre sowie die Anfertigung der Text-Bild-Tafeln zur Zentralinsel und zu den zehn Einzelstandorten. Sobald es das Wetter erlaubt, muss dann mit der baulichen Umsetzung an den Standorten begonnen werden. Das Projekt soll bis zum 30.06.2021 abgeschlossen werden. Hoffentlich erlaubt die Pandemiesituation den „großen Bahnhof“ für die Eröffnung, welcher der Bedeutung des Züchterpfades durchaus angemessen wäre.

 

Leitlinien der Stadt Quedlinburg zur Bewahrung der Saatzuchttradition

Die CDU-Fraktion des Stadtrates hatte Ende 2019 einen Beschluss zur Erarbeitung einer Konzeption der Stadt Quedlinburg zur Bewahrung ihrer Blumen- und Saatzuchttradition initiiert. Wir haben diese Initiative sehr begrüßt, können aber auch mit gutem Recht annehmen, dass diese ohne unsere Vorschläge und Aktivitäten seit der Gründung der IG im Sommer 2017 nicht oder zumindest nicht so schnell zustande gekommen wäre.

Wir haben uns seit Beginn der redaktionellen Arbeiten der Stadtverwaltung (Frau Dombrowski) an Beschluss und Konzeption dazu ab Ende 2020 mit Änderungs- und Ergänzungsvorschlägen zu den vorgelegten Entwürfen beteiligt. Einige frühere Vorschläge von uns wie z.B. der Schauraum zur Saatzuchtgeschichte im zukünftigen UNESCO-Welterbezentrum wurden in der zweiten Fassung erfreulicherweise berücksichtigt.

Außerdem haben wir ganz aktuell aber auch auf bisher noch fehlende wichtige Punkte wie das Erlebniszentrum Saatgut im Ökogarten, das Depot für die Saatguttechnik, die würdige Gestaltung des Umfelds des Dippe-Denkmals am Eingang ehemaliger Dippe-Hof und die Initiierung bzw. wissenschaftliche Begleitung der wirtschaftshistorischen Forschungen zur Saatzuchtgeschichte durch die Museumsleitung hingewiesen. Wir hoffen sehr, dass diese in der Beratung der Ausschüsse und dann im Stadtrat selber (leider nur im Umlaufverfahren) noch berücksichtigt werden. Der Beschluss wäre dann eine „runde Sache“ und könnte ein gutes Instrument für das gemeinsame Handeln von Stadtverwaltung und gesellschaftlichen Kräften bei Würdigung, Bewahrung und Vermarktung der Saatzuchttradition in Quedlinburg werden.

 

Entwicklung der Projekte mit dem Ökogarten

Nach Vorliegen des o.a. Beschlusses des Stadtrates müssen wir jetzt zu konkreten Konzepten und Maßnahmen mit dem Ökogartenvorstand kommen. Eine weitere Beratung dazu ist im Februar vorgesehen. Außerdem werden wir natürlich wieder bei der Anlage bestimmter Pflanzflächen (Tomaten und dieses Jahr zusätzlich Zierpflanzen) helfen.

 

Darüber hinaus

wollen wir natürlich ein paar andere 2020 zurückgestellte Aktivitäten realisieren bzw. wiederaufnehmen, so die Saatgutführungen durchs Stadtgebiet gemeinsam mit Hans-Jürgen Meie, den Besuch / Erfahrungsaustausch mit dem Förderverein des Hamburger Industriemuseums in Quedlinburg sowie die eine oder andere Exkursion, wie z.B. zur BUGA nach Erfurt.

Unabhängig von den genannten Vorhaben hier abschließend die Bitte an alle Mitglieder der IG sowie Interessierte und Unterstützer:

Kommt bitte mit Euren Ideen und Vorschlägen, was wir dann ab Frühjahr/Sommer noch auf unsere Agenda setzen sollten. Wir wollen dann ja wieder durchstarten, oder?

 

Hartmut Klein

Sprecher der IG

Institut für Landesgeschichte Sachsen-Anhalt

Interessengemeinschaft Saatguttradition im Kultur- und Heimatverein Quedlinburg e.V.                     27.01.2021

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Die IG Saatguttradition hat nach den Veröffentlichungen zu der Gründung des neuen Landesinstituts in der Presse folgende Mitteilung an die maßgebenden Stellen des Landes zur Forschungsplanung auf historischem Gebiet sowie an die Mitteldeutsche Zeitung und die Volksstimme abgeschickt.

Standpunkt zu den Aufgaben des neuen Institutes für Landesgeschichte Sachsen-Anhalt

Die Gründung eines eigenen Landesinstituts in so einer geschichtsträchtigen Region wie unserer ist nur zu begrüßen.

Wie aus den bisherigen knappen Verlautbarungen dazu ersichtlich ist, soll bevorzugt die Geschichte der Askanier erforscht und publiziert werden. Diese ist sicherlich eine sehr bedeutende Wurzel für das historische Verständnis vom eigenen Bundesland und deshalb verständlich.

Die verantwortlichen Stellen im Lande sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass sich historische Forschung, Bewahrung des soziokulturellen Erbes und Traditionspflege für Sachsen-Anhalt nicht nur auf die großen Adelsdynastien der Vergangenheit wie die Askanier und Ottonen, vielleicht auch noch auf solche Highlights wie Bauhaus, Naumburger Dom, Luthergedenkstätten und Dessau-Wörlitzer Kulturlandschaft, beschränken dürfen.

Vielmehr waren in den Gebieten, die heute unser Bundesland bilden, in der jüngeren Geschichte hervorragende Leistungen in Wissenschaft und Wirtschaft zu verzeichnen, die ihrerseits durchaus mit einer Identifizierung der Bevölkerung mit der Region einhergegangen sind.  Dabei sollte man aber nicht nur an die hervorragenden Errungenschaften der Industrie im Chemiedreieck oder etwa im Magdeburger Maschinenbau denken.

Es ist ebenso bedeutend, was auf der Grundlage bevorzugter natürlicher Bedingungen Landwirte, Agrarunternehmer, Züchter und Wissenschaftler im 19. und 20. Jahrhundert in ihren Unternehmen und Instituten geschaffen haben. Diese Leistungen in der Landwirtschaft allgemein, aber speziell in Saatzucht, Samenbau und Zuckerindustrie in der Nordharzregion und der Börde,  haben sehr zum wirtschaftlichen Aufblühen unsere Region in dieser Epoche beigetragen und können durchaus als Alleinstellungsmerkmal in Deutschland und Europa betrachtet werden. Bauliche Zeugnisse aus dieser Zeit prägen noch heute häufig die Siedlungsstruktur oder Ortsbilder in der Region. Die Errungenschaften und Tätigkeit früherer Generationen in diesem Wirtschaftszweig wurden nicht nur während der DDR-Epoche mit einigem Erfolg fortgeführt, sondern legten letztendlich die Grundlage dafür, dass sich unser Bundesland nach der Wiedervereinigung mit einer leistungsstarken Landwirtschaft, modernen Zuckerfabriken, mehreren auf Bundesebene führenden Instituten und konkurrenzfähigen privaten Saatzuchtbetrieben eine beachtliche Stellung in der Bundesrepublik und darüber hinaus erworben hat.

Zu dieser einmaligen Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte, also auch für die der Saatzucht in und um Quedlinburg, Aschersleben und Kleinwanzleben, gibt es einen riesigen,  weitgehend unerschlossenen Fundus an Dokumentationen und Sachzeugnissen. Dieser befindet sich nach dem Zusammenbruch von Betrieben und Institutionen der DDR Anfang der  90-er Jahre nicht nur in Archiven und Museen(und hier vor allem im Dornröschenschlaf), sondern vielfach noch in privater Hand.

Zwar widmen sich einige lokale Museen,  auch ambitionierte Vereine oder Amateurforscher der Bewahrung oder Erforschung einzelner Aspekte der damit verbundenen Historie. Eine systematische  wissenschaftliche Aufarbeitung können sie aber nicht leisten. Zudem tickt auch bei ihnen die biologische Uhr, und es steht zu befürchten, dass mit diesen Enthusiasten auch ihr Wissen und ihr Fundus verloren geht.

In Quedlinburg hat sich die Interessengemeinschaft Saatguttradition zusammen mit der Stadtverwaltung in den letzten Jahren bemüht, auf lokaler Ebene wenigstens Lösungen zur Bewahrung historischen Schriftgutes zu finden. Im Rahmen  der ehrenamtlichen Vereinsarbeit wird mit diesen Quellen gearbeitet und daraus publiziert. Ein Depot zu Sicherung historischer Technik des Samenbaus konnte leider noch nicht bereitgestellt werden. Alle diese Bemühungen bleiben ohnehin vor dem oben dargestellten Hintergrund fragmentarisch.

Es ist in diesem Zusammenhang sehr bedauerlich, dass es in keiner der beiden Universitäten des Landes einen Lehrstuhl gibt, der sich mit agrarhistorischen Forschungen in den o.a. Richtungen beschäftigt. Da das Ganze sicherlich kein Einzelproblem ist, wäre es also sehr wünschenswert, wenn sich die Universitäten oder eben das neue Landesinstitut diesem Thema schwerpunktmäßig zuwenden würden.

Wir möchten allen Einrichtungen, denen wir dieses Statement zuleiten, darum bitten, dass sie sich im Rahmen ihrer Aufgabenstellungen, Verbindungen und Einflussmöglichkeiten dafür einsetzen.

 Hartmut Klein, Sprecher der IG Saatguttradition Quedlinburg

Telefon 03946-5198703; email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Informationen zu unserer Tätigkeit entnehmen Sie bitte unserer website:

www.khv-quedlinburg.de/index.php/saatguttradition

 

Dippe wandert zu Kühn

Eröffnung der Ausstellung am Julius-Kühn-Institut durch Hartmut Klein

Nach der erfolgreichen Beendigung der Ausstellung der IG Saatguttradition zur Geschichte der Gebr. Dippe AG Ende November in der Harzsparkasse wurde von der IG ein Platz für die Fortsetzung der Schau gesucht, um die Besichtigung auch noch weiteren Interessierten zu ermöglichen.

Der Platz wurde gefunden - und zwar an einer der besten denkbaren Standorte!

Die Leitung des Julius Kühn-Instituts räumte der IG nämlich großzügigerweise eine sehr schöne Ausstellungsfläche im Foyer des Instituts ein und wird auch den öffentlichen Zugang während der Dienstzeit ermöglichen.

Die Ausstellung wurde anläßlich der Jahrestagung des Innoplanta-Wissenschaftsforums am 6.12.2019 wieder mit ansehnlichem Bahnhof eröffnet. Sie stieß sofort auf lebhaftes Interesse sowohl der Forumteilnehmer aus ganz Deutschland als auch der Institutsmitarbeiter.

Die Ausstellung wird dort noch bis zum 28.02.2020 zu sehen sein, bevor sie an einen weiteren Züchtungsstandort der Nordharz-Region, nämlich nach Aschersleben, weiterziehen wird.

Bei Besuchsabsicht orientieren Sie sich bitte unter der Rubrik "Veranstaltungen".

Sonderausstellung zur Geschichte der Gebr. Dippe AG

Gestaltet durch die IG Saatguttradition im Kultur- und Heimatverein Quedlinburg e.V.

Logo Dippe

In der Filiale der Harzsparkasse in Quedlinburg, Turnstr. 8, wurde am 7.10.2019 die schon angekündigte Sonderschau der IG Saatguttradition zur Geschichte der Gebr. Dippe AG, des bis 1945 bedeutendsten Quedlinburger Saatgutunternehmens, eröffnet.

Die Harzsparkasse als Gastgeber und die IG Saatguttradition als Veranstalter freuten sich über die unerwartet große und lebhafte Resonanz zu dieser Eröffnungsveranstaltung.

Ausstellungseröffnung

Sie konnten den Oberbürgermeister , Herrn Frank Ruch, sowie die Vorsitzende des Stadtrates, Frau Dr. Silvia Marschner, sowie weitere Vertreter des öffentlichen Lebens der Stadt Quedlinburg begrüßen. Hinzu kamen Presse, Fernsehen und Rundfunk, die anschließend auch in ihren Medien berichteten. Und natürlich freute sich die IG ganz besonders über den Besuch und das Interesse der ehemaligen Berufskollegen und weiterer Quedlinburger Bürger.

Das zeigt den hohen Stellenwert und die  allmählich wieder im Bewusstsein der Quedlinburger Öffentlichkeit wachgerufene Bedeutung des Themas "Saatgut" und "Saatguttradition".

Die Interessengruppe widmet sich ja gerade diesem Thema, weil fast jeder Quadratmeter in Quedlinburg in irgendeiner Form Saatgutgeschichte atmet.

Doch nicht jedem Einwohner oder Besucher der Stadt Quedlinburg ist heute noch bewusst, dass Saatzucht und Samenhandel ihren Bürgern einst Arbeit und Wohlstand brachten. Dabei prägen neben Stiftsberg und Fachwerkarchitektur noch immer die Areale ehemaliger Zuchtgärten und alten Saatgut-Wirtschaftshöfe, aber auch die durch wohlhabende Saatgutfirmen geschaffenen Wohnhäuser und öffentlichen Einrichtungen aus der Blütezeit der Saatgutwirtschaft im 19. und 20. Jahrhundert das Stadtbild Quedlinburgs.

Und genau das ist der Anknüpfungspunkt für diese Ausstellung:

Die Interessengruppe Saatguttradition im Kultur- und Heimatverein Quedlinburg e.V. hat sich der Pflege dieser großartigen Tradition der Saatgutwirtschaft in unserer Heimatstadt und der gesamten Nordharzregion verschrieben. Sie möchte, dass dieses bedeutende Erbe nicht nur für die touristische Vermarktung genutzt wird, sondern noch viel stärker in den in Fokus der Aufmerksamkeit der Bürger Quedlinburgs, ihrer Stadtverwaltung und auch der Bewohner der gesamten Nordharzregion gerückt wird.

Die Firma Dippe als wohl bedeutendste Saatgutfirma in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und an vielen Orten der Stadt noch gegenwärtiges Unternehmen bietet sich auch durch den Umfang der z.V. stehenden Quellen dafür geradezu an. Mit der Präsentation des umfangreichen Bild- und Dokumentenmaterials soll symbolhaft das Anliegen unserer IG dargestellt werden. Außerdem soll verdeutlicht werden, dass darin auch die Ursprünge für die heute in Quedlinburg ansässigen Saatzuchtunternehmen und das zentrale Bundesforschungsinstitut Julius Kühn liegen.

Diese Ausstellung stellt den Beitrag der IG Saatguttradition zum Festjahr 2019 dar und reiht sich ein in die anderen  Höhepunkte wie die Gestaltung eines Bildes im Festumzug des Sachsen-Anhalt-Tages zusammen mit dem Ditfurter Heimatverein sowie den Beitrag zur Organisation der Mitteldeutschen Tomatentage in Aschersleben und Neugattersleben.

 Dippe4

Wir bedanken uns:

- bei Herrn Seifert, der Klasse G17 von der Berufsbildenden Schule J.P.C. Heinrich Mette, dabei besonders den Schülern Jannes Nestrowicz, Natalie Bergmann und Noah Newie für die guten Ideen beim Design der Test-Bild-Tafeln

- den Schülern Maximilian Johr, Emma Glenk und Greta Dunker für die Arbeit bei der Restaurierung des Dippehofmodells

- bei Familie Robra für die Sicherung und Übergabe des Modells sowie dem Ehepaar Johr vom Europa-Aktions-Forum für die Unterstützung bei der Restaurierung durch ihre Werkstatt

- bei Herrn Storbeck, den Nachfahren von Dr. Kummer und dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt für die Bereitstellung wichtiger Originaldokumente

- bei dem Team der Harzsparkasse sowie allen anderen Sponsoren und Unterstützern für ihren Beitrag zur Gestaltung dieser Ausstellung

 

IG Saatguttradition im Kultur- und Heimatverein Quedlinburg e.V.
www.khv-quedlinburg.de/index.php/saatguttradition

Kontakt: Hartmut Klein, Tel.: 03946-5198703 oder email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Die Ausstellung ist im Foyer der Sparkassenfiliale frei zugänglich und während der Schalteröffnungszeiten, also nicht an den Samstagen, Sonn- und Feiertagen, zu sehen.
Eröffnungsveranstaltung: 7.10.2019 um 14.00 Uhr

Öffnungszeiten der Filiale:
Mo. 8.30-16.00 Uhr
Di. 8.30-18.00 Uhr
Mi. 8.30-13.00 Uhr
Do. 8.30-18.00 Uhr
Fr. 8.30-16.00 Uhr

Die Ausstellung läuft bis zum 6.12.2019

 

Impressionen von der Ausstellungseröffnung

Begrüßung der Gäste

Besucher informieren sich an den Ausstellungstafeln

OB nimmt in Originaldokumente Einsicht

Angeregte Diskussion unter Berufskollegen

IG Saatguttradition beim Sachsen-Anhalt-Tag 2019

Die IG Saatguttradition hat den Kultur- und Heimatverein Quedlinburg beim Sachsen-Anhalt-Tag 2019 würdig vertreten.

Impressionen vom Festumzug:

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Ausstellung zur Saatgutgeschichte in Quedlinburg

Ausstellungsinformation

Ab dem 15.10.2018 läuft im „Finkenhäuschen“ eine Ausstellung zu der für unsere Region, aber auch im internationalen Maßstab so bedeutungsvollen Geschichte der Pflanzenzüchtung und des Samenhandels in Quedlinburg.

Finkenherd3Sie wird ausgerichtet durch die Interessengruppe Saatguttradition im
Kultur- und Heimatverein Quedlinburg e.V.
als Gast der Quedlinburg Tourismus-Marketing GmbH.

Auf den sechs Texttafeln wird ein informativer Überblick über die wichtigsten historischen Entwicklungsetappen der Saatgutwirtschaft gegeben.

Einige ausgewählte Exponate historischer und moderner Saatguttechnik, von Samenkatalogen und Samentüten sowie zwei kleine Informationsbroschüren dienen der Illustration.

Begleitend zur Ausstellung laufen auf der Galerie im anderen Gebäudeteil der historische „Image-Film“ des bedeutendsten Quedlinburger Saatgutunternehmens bis 1945,
der Gebrüder Dippe AG,

sowie eine kurze Präsentation über das
Julius Kühn-Institut und die

Quedlinburger Unternehmen für Pflanzenzüchtung und Saatgutwirtschaft in der Gegenwart.

 

 

Die IG bittet die Besucher in zweierlei Hinsicht um Ihr Verständnis:

Die Ausstellung wurde ohne museologische Begleitung allein durch die Vereinsmitglieder gestaltet und genügt dadurch sicherlich nicht in jedem Falle professionellen Ansprüchen. Außerdem erlaubt die begrenzte Ausstellungsfläche nur diese ersten Streiflichter zur Geschichte; der z.V. stehende Fundus an Exponaten und Dokumenten ist bedeutend größer.

Die Ausrichter hoffen für die Zukunft auf einen geeigneten Standort mit bedeutend mehr Ausstellungsfläche. Wenn Sie, liebe Quedlinburger Besucher, dafür eine Idee hätten, so geben Sie uns dazu bitte einen Hinweis im Gästebuch. Und auch, wenn Sie selber noch etwas bei sich zu Hause haben sollten, was als Exponat für künftige Ausstellungen in Frage käme. Generell würden wir uns als zahlenmäßig recht kleine Interessengruppe über jeden neuen Mitstreiter freuen. Melden Sie sich doch bitte !

Die IG Saatguttradition bedankt sich bei der Quedlinburg Tourismus Marketing GmbH für das hier gebotene Forum für unsere Ausstellung, sowie bei den Schenkern und Leihgebern der Exponate, insbesondere den Heimatvereinen in Ditfurt und Badeborn, für die freundliche Unterstützung.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit unserer kleinen Ausstellung!

Die Mitglieder der Interessengruppe Saatguttradition

Ausstellungsort:
06484 Quedlinburg, Finkenherd 1(QTM-Stadtinformation)

Öffnungszeiten:
Oktober: Mo-Sa 10.00-16.00 Uhr; So 10.00-14.00 Uhr;
November-März: Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr; Sa 10.00-14.00 Uhr, So -(im Dezember erweitert)

Kontaktdaten für Ihre Rückmeldungen:
Siehe ausliegende Informationsbroschüre oder unter www.khv-quedlinburg.de/index.php/saatguttradition oder Tel.03946-5198703, H.Klein

Finkenherd1

Finkenherd2

Finkenherd4

Denkmalfrühstück 2018

Die IG Saatguttradition auf dem Denkmalfrühstück der Stadt Quedlinburg am 8.9.2018

Einen weiteren Höhepunkt in der Arbeit der IG bildete die Teilnahme am Denkmalfrühstück der Vereine der Stadt Quedlinburg am 8.9.18 auf dem Marktplatz.

Es war der erste Auftritt der IG in der Öffentlichkeit in der Heimatstadt und wir denken, dass wir uns würdig in das farbenfrohe Spektrum des Quedlinburger Vereinslebens eingereiht haben.

Wir haben uns sehr über die Resonanz seitens der Besucher an unserem Stand gefreut.

Hier ein paar Streiflichter:

Denkmalfrst2018 IDenkmalfrst2018II

Denkmalfrst2018IIIDenkmalfrst2018IV

Interesse und Begeisterung vor allem bei den jüngsten Besuchern an den Vorführungen der Saatgutreinigung und Erläuterungen der Biologie des Samenkorns.

Die IG Saatgut beim Quedlinburger Städtetag

Fast genau ein Jahr nach ihrer Gründung hat die IG Saatgut zum Quedlinburger Städtetag auf der Landesgartenschau in Burg ihre Feuertaufe mit dem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit bestanden.

Thematik, Standorte und die Beiträge der einzelnen IG-Mitglieder wurden im vorherigen Beitrag beschrieben.

Neben den eher zufälligen Besuchern wurden sowohl am Stand der IG im Gärtnerpavillon Goethepark als auch im Städtegarten am Weinberg die offizielle Delegation Quedlinburgs mit dem Oberbürgermeister an der Spitze, dazu der Gästeführerverein, aber auch eine ganze Reihe ehemaliger Kollegen aus den Saatgutbetrieben und andere Interessierte aus Quedlinburg und Umgebung begrüßt.

An dieser Stelle noch einmal unser Dank an die engagierten Mitglieder der IG sowie alle uns unterstützenden Personen, Betriebe und Institutionen.

Die Ausstellung zur Saatguthistorie ist im Eingangsbereich des Gärtnerpavillons weiter bis zum Ende der LAGA zu sehen.

Nachfolgend ein paar Bildimpressionen:
(zur Darstellung in voller Auflösung bitte Bild anklicken)

A 2018 05 26 LAGA Burg

M. Behrens am QLB-Garten
B LAGA Burg

Äbtissin Anna Amalia und Züchtergemahlin Dorothea Mette
C LAGA Burg

Besuch der Quedlinburger Delegation am Städtegarten
D LAGA Burg

Ausstellung der IG zur Saatguthistorie im Gärtnerpavillon

E LAGA Burg

Infotafeln und Samenkollektion
F LAGA Burg

Samenstände
H LAGA Burg

Histor. Abpackmaschine
I LAGA Burg

Saatgutmeisterin I. Robra im Einsatz
J LAGA Burg

Gelernt ist gelernt
K LAGA Burg

Ehemalige Kollegen am Stand
L LAGA Burg

...und ihre Fürstliche Hoheit Anna Amalia
M LAGA Burg

IG-Mitglieder
N LAGA Burg

Oberbürgermeister Frank Ruch als Gast am IG-Stand
O LAGA Burg