Magisches Tuva – Zu Pferd in der sibirischen Taiga
Dienstag, 6. Oktober 2020, 19:30
Dr. Detlef Ulrich nimmt uns mit ins unbekannte Tuva. Die russische autonome Republik Tuva liegt im geografischen Zentrum Asiens. Auf einer Fläche so groß wie die fünf neuen Bundesländer und Bayern zusammen genommen leben nur etwa 300 000 Einwohner. Das Gebiet der heutigen Republik Tuva wurde in der späten Bronzezeit (etwa 800 v. Chr.) vom legendären Reitervolk der Skythen besiedelt. In den Jahren 2001 und 2002 wurde durch ein russisch-deutsches Archäologenteam unter der Leitung von Herman Parzinger das so genannte Skythengold ausgegraben. Dieser Fund zählt zu den größten Entdeckungen in der Geschichte der Archäologie und ist im Nationalmuseum in der Hauptstadt Kyzyl zu besichtigen. Eine Besonderheit Tuvas sind die abgeschiedenen Dörfer der Altgläubigen an den Ufern des Kleinen Jenisseis. In diesen schwer zugänglichen und dünn besiedelten Teil Westsibiriens an der mongolischen Grenze führten uns in den Jahren 2017 und 2019 zwei Exkursionen zu Pferd. Im Diavortrag wird eine atemberaubende Natur gezeigt und Menschen die in dieser Gegend ein arbeitsames Leben führen, das für uns wie aus der Zeit gefallen scheint.
Ort Andachtsraum des Seniorenzentrums "Azurit", Carl-Ritter-Straße in Quedlinburg